Bitte nicht nochmal... |
„Fühl mal, ich hab einen Knubbel hier im Bein. Außerdem hab ich da auch ein Gefühl wie Muskelkater.“ Thomas sieht besorgt aus. Oh nein. Bei uns beiden kommt da sofort die Erinnerung an Thomas´ Lungenembolie 2022 hoch. Und das jetzt kurz vor Weihnachten.
Gott sei Dank haben wir die guten Blutverdünner -Tabletten dabei. Und Gott sei Dank stehen wir mit dem Dicken in Antigua. Hier wird es eine gute ärztliche Versorgung rund um die Uhr geben. Aber so hatten wir uns Weihnachten nun wirklich nicht vorgestellt. |
Antigua, die ehem. Hauptstadt Guatemalas... |
das muss doch nicht sein... |
Nach unserer 550 km Tour vom Norden kommend nach Antigua hatten wir uns auf ruhige Weihnachten mit Entspannung, feinen Restaurants und guten Bars gefreut.
Prompt quält sich Chris die halbe Nacht mit Migräne. Die gute Triptane - Tablettte hilft, am Nachmittag können wir etwas durch das weihnachtlich geschmückte Antigua bummeln und landen in einem japanischen Restaurant. |
Auf die Dachterrasse des
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Am nächsten Morgen muss wieder Triptane helfen. Tut sie, zuverlässig wie immer, so dass wir wieder am Nachmittag los ziehen können. Diesmal zieht es uns auf die schöne Dachterrasse des „Antigua Cerveza“, die wir im Frühjahr mit Birgit und Gert entdeckt haben. Hier oben hat man eine tolle Sicht auf den spuckenden Fuego, wenn das Wetter passt. Aber der hüllt sich, wie so oft, in eine dicke Wolkenhülle.
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Ul´ew... |
Dafür finden wir jetzt den Eingang in die Ul´ew Flüsterbar, die wir im Frühjahr erfolglos gesucht haben. Wir lernen:
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Eine Flüsterbar (auch Speakeasy, Flüsterkneipe oder Mondscheinkneipe genannt) ist eine versteckte Bar, die oft durch einen unauffälligen Eingang gekennzeichnet ist und eine gedämpfte, intime Atmosphäre bietet, die an die illegalen Kneipen der US-Prohibition erinnert. Der Eingang in die Ul´ew Bar ist nur durch das „Antigua Cerveza“ möglich. Hier steht dezent eine rote, englische Telefonzelle im Eck, der einzige Eingang. Es ist 18.00 Uhr!
Trotzdem kann man nicht einfach so in die Bar stürmen. Eine Frau am Eingang reguliert die Gästezahl. Erst wenn ein Stuhl oder Tisch frei ist, darf der nächste Gast eintreten. |
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Wir dürfen rein und landen in einer wirklich außergewöhnlich stylischen Bar. Ein Barmann kommt zu uns an den Tisch. Eine Karte gibt es nicht. Er fragt nach unseren Wünschen und Vorlieben. Thomas entscheidet sich für einen süßen, schweren Cocktail, Chris für einen fruchtigen Maracuja- Mocktail- also ohne Alkohol.
Wir sitzen nah an der Bar und können ganz genau zusehen, wie für Thomas´ Bestellung Schokolade angebrannt und zerstoßen wird und später der Drink zu einem riesigen Eiswürfel mit Rum ins Glas kommt. Wir sind beide mehr als begeistert. Was für eine Show, was für außergewöhnliche Getränke. Zu jedem Drink gibt es leicht mit Kardamom aromatisiertes Wasser, nachgeschenkt! Lecker! |
Cerro de la Cruz... |
Obwohl wir uns im Ul´ew sehr wohl fühlen, sind wir recht früh im Bett. Trotzdem ist die Migräne diesmal mehr als hartnäckig und schlägt am nächsten Morgen wieder zu. Vielleicht hilft ja etwas mehr Bewegung. Am Nachmittag marschieren wir zum Cerro de la Cruz, einem Aussichtspunkt auf die Stadt.
Nach jeder kurzen Pause schmerzt Thomas Wade erheblich, unsere Sorgen werden immer größer. Wir machen noch schöne Bilder, es steht aber fest, ein Arzt muss ran. Bis dahin sollen Stützstrümpfe Schmerzen lindern. Und wir haben sogar welche dabei. |
unser Vor-Weihnachtsessen im Dicken.... |
Abends kochen wir im Dicken selbst. Wir haben aus Belize noch Hummerschwänze, die nun mit Reis und Avocado zu einem leckeren Vor-Weihnachtsessen werden.
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der Heilige Abend... |
Am Heiligen Abend telefonieren wir ausgiebig mit unseren Lieben in Deutschland. Schön, dass wir übers Telefon ein bisschen bei der Familie sein können. Für den Abend hatten wir einen Tisch in einem koreanischen Restaurants reserviert. Im Frühjahr waren wir dort wirklich begeistert. Tatsächlich ist das Essen noch besser als im Frühjahr.
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Wow! |
Nun ist endlich auch in Antigua die Schlechtwetterperiode vorbei. Von der Dachterrasse unserer Lieblingsbar hat man endlich freie Sicht auf den aktiven Fuego Vulkan, den wir eigentlich noch aus der Nähe ansehen wollen.
Aber jetzt genießen wir erst einmal von der Dachterrasse aus sein Spektakel. Als die Sonne untergeht und einige Wolken aufziehen, wird die Aussicht atemberaubend. |
die Spannung steigt... |
Auch in den nächsten Tagen testen wir ausgiebig das vielseitige und abwechslungsreiche Gastronomie-Angebot der Stadt. Wir verschonen euch aber mit weiteren Fotos.
Am 26.12. ist in Guatemala kein Feiertag mehr. Wir marschieren zu einem kleinen Ärztehaus in der Nähe. Thomas will eine Blutprobe auf D-Dimer untersuchen lassen. D-Dimer ist ein Anzeigewert für Thrombosen. Drei Stunden später bekommt er die Ergebnisse per WhatsApp. Der Wert ist leicht, aber deutlich erhöht. Der Arzt empfiehlt einen Ultraschall mit Dopplertechnik. Wieder warten, die entsprechende Praxis ist erst am kommenden Montag geöffnet. So steigen wir (Thomas mit Stützstrumpf) auf das Dach der Kirche „La Merced“. Von dort hat man eine tolle Aussicht über die Stadt. |
Glück gehabt.... |
Der Arzt beim Ultraschall untersucht Thomas sehr genau und gibt Gott sei Dank Entwarnung. Es handelt sich nicht um eine tiefe Venenthrombose sondern um eine oberflächliche. Obwohl nichts zu sehen ist, hat er schlicht eine entzündete Krampfader… Er soll noch einige Zeit die Blutverdünner nehmen und den Stützstrumpf weiter anziehen. Es spricht aber nichts gegen eine Wanderung zum Aussichtspunkt auf den Acatenango, er soll halt Pausen machen und sich nicht überlasten.
Zur Feier dieser Diagnose besuchen wir eine weitere Dachterrasse mit Vulkansicht, Happy Hour Drinks und Bier. Das nächste Restaurant darf etwas weiter entfernt liegen. Es gibt in schönem Ambiente wieder mal feines Essen….Maultaschen nach Art des Hauses und Fischfilet guatemaltekisch. Lecker! Foodporn! |



















































