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​wir verkaufen nichts....
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Vorbereitungen:

Theoretisch können wir mit Handgepäck zum Dicken reisen. Theoretisch haben wir ja alles dort: Klamotten für warme und kalte Tage und auch für ganz warme und ganz kalte Tage. Allein unsere Reiseapotheke im Dicken ist so groß wie manches Handgepäck.

​Trotzdem schaffen wir es auch dieses Mal wieder auf knapp 100 kg Gepäck. Ein ganzes Fenster mit Rahmen, viele Ersatzteile, eine Induktionsplatte, einige Medikamente und sonstiger Klimbim will verpackt werden.

Das Verpacken des Fensters kostet uns in den letzten Tagen der Abreise einige Nerven. Wir organisieren eine Fahrradverpackung, in der wir das Fenster mit einer Isomatte schützen und hoffen, alles sicher verpackt zu haben. Der Radkarton kommt in eine spezielle Radhülle mit Rollen. So hoffen wir, dass das Fenster heil am Dicken ankommt.
Der Plan ist eigentlich ganz gut: Abends gemütlich mit der Bahn ohne Umsteigen von Bielefeld nach Frankfurt Airport, von dort mit dem Bus-Shuttle des Hotels zum Hotel, am Morgen darauf wieder mit dem Shuttle zum Airport. 11,5 Stunden Direktflug nach Cancun.

​Dort haben wir für zwei Nächte ein Apartment gebucht, bevor der nächste Flieger nochmals 2 Stunden nach Oaxaca unterwegs ist, wo wir dann von einem Taxi abgeholt und zum Dicken gebracht werden.

​Die Realität sieht dann doch irgendwie anders aus: Alex und Marina bringen uns rechtzeitig zum Bahnhof nach Bielefeld. Vielen Dank dafür! Der Zug hat nur eine Viertelstunde Verspätung. Der Schaffner hilft uns beim Lagern unseres Gepäcks. Wir futtern während der Fahrt das restliche Obst und Gemüse und belegte Brote.

Es geht wieder los...

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eine Bahnfahrt die ist lustig...

​Bis wir in Frankfurt ankommen, hat der Zug eine Stunde Verspätung, der letzte Shuttle - Bus ist weg. Also schleppen wir alles zur S-Bahn… nur eine Station, dann alles in ein Taxi.

​Der Taxifahrer kann seine Rücksitzbank nicht umklappen, alles wieder raus, er bestellt das nächste Taxi. Als wir im Hotel ins Bett kriechen, ist es lange nach Mitternacht.

​Morgens klappt die Fahrt mit dem Shuttle Bus problemlos.
Doch dann ein Schreck: Auf der Rolltreppe lässt Chris den Rollkoffer nur kurz los… und schon fliegt der im hohen Bogen die Rolltreppe runter. Gott sei Dank war niemand hinter uns. Und Gott sei Dank ist der Koffer noch heile. Aber wie geht es dem Inhalt? Den Koffer werden wir erst in Cancun öffnen…

​Wir haben uns einen Premium Eco Flug gegönnt, der startet zwar auch mit einer Stunde Verspätung, dafür landet er fast pünktlich.

Stop-over in Cancun...

Tatsächlich können wir alle Gepäckstücke vom Band laden, erleichtert wandern wir in Richtung Ausgang.

Halt, halt. Erst will der Zoll noch in alles rein gucken… Und natürlich verursachen die Jungs dabei nicht nur ein riesiges Chaos, sie finden auch einige zu verzollende Ersatzteile. Dafür wissen wir jetzt wenigstens, dass beim Koffersturz nichts kaputt ging.

​Gefühlte Stunden später und ca. 50 € ärmer schieben wir nun endlich unsere verzollten Siebensachen zum Ausgang. Eigentlich wollten wir mit dem Bus ins Zentrum zum Hotel fahren.
Aber die Mietwagenangebote locken und zwei Stunden später laden wir unser Gepäck in einen großen SUV. Kurzer Halt im nächsten Supermarkt - wir brauchen zumindest jede Menge Getränke.

Das Apartment ist angenehm groß und gut gekühlt. Die erste Nacht mit Jetlag vergeht dank Melatonin vergleichsweise entspannt. Nach einem super Frühstück verbringen wir den Tag faul… am Pool auf dem Dach und bei einer kleinen Sighseeing-Tour in Cancun.

​Abends freuen wir uns auf ein super bewertetes koreanisches Restaurant in der Nähe. War für uns nichts, leider für uns unessbar scharf.

Cancun...

Endlich zum Dicken...

Am Montag stopfen wir dann wieder alles in den SUV, fahren an den edlen Hotels vorbei zum Flughafen.

​Zwei Flugstunden später in Oaxaca erwartet uns tatsächlich der Taxifahrer Alvaro wie bestellt und bringt uns zum Dicken.
​
Der steht unter Dach und sagt zur Begrüßung nicht einmal KLICK.
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auch das noch...

Die Starterbatterie ist tiefentladen. Aber Alvaro kennt das schon und organisiert ratzfatz ein Ladegerät.

​Endlich springt der Dicke an, also los zu Walmart. Dort wollen wir nicht das Risiko eingehen, den Dicken auszumachen.
Jetzt mitten in der Stadt um Starthilfe bitten, das muss nicht sein. So bleibt Thomas beim laufenden Dicken, Chris kauft die wichtigsten Lebensmittel für die nächsten Tage, bevor wir wieder zurück und endlich zum Campingplatz von Sabine und Stefan fahren.

Jetzt geht es richtig los...

​Nein, jetzt folgt nicht Erholung, jetzt geht’s erst richtig los. Ok, am nächsten Morgen dann. 
​Erst wird das neue Fenster eingebaut.
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noch ist das Brett drin...
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Gott sei Dank ist das Fenster heil angekommen!
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erst noch alles gut sauber machen, dann wird geklebt...

so viel Strom...

Dann bekommen wir eine neue LiFePo Batterie in der Wohnkabine und zwei weitere Solarpaneele aufs Dach. 
​
Künftig brauchen wir uns um Strom wohl keine Sorgen mehr zu machen. 
Wenn möglich, wollen wir nun auf der mitgebrachten Induktionsplatte kochen.
​
Unsere Dachklimaanlage wird auch getestet, und: Mit der neuen Batterie (530 ah LiFePo) funzt die exzellent.
​Die Starterbatterie bekommt ein pulsierendes Reparaturprogramm, ein neues Navi soll Fahrzeugdaten (Temperatur, Drehzahl, Motorlast etc.) während der Fahrt anzeigen. 
​Die neue Nordamerika Karte klebt gut am Dicken. Wir freuen uns immer, wenn die Leute stehen bleiben und die Karte(n) studieren.

​Und auch unser Schnorchel bekommt einen neuen Schlauch zum erneuerten Luftfilter.

Richtig viel geschafft!

Der Wasserkreislauf bekommt einen Druckausgleichsbehälter, da springt die Pumpe nicht mehr so oft an.

​Thomas montiert eine neue Aussendusche.
​Als wir uns eine Woche später von Sabine und Stefan verabschieden, ist der Dicke in einem richtig guten Zustand.

​Jetzt noch in die Werkstatt für Ölwechsel und co., dann zum Schneider, um das Nähen unserer neuen Polsterbezüge zu beauftragen. 

Camping Oaxaca View,
​bei Stefan und Sabine...

Arbol El Tule

Im Stadtteil El Tule besuchen wir den mit 14,05 m Durchmesser wohl dicksten und mit über 2.000 Jahren einen der ältesten Bäume der Welt,
​der hat sogar einen eigenen   Wikipedia-Eintrag !!!
2.000 Jahre alt! Was der Baum wohl schon alles gesehen und erlebt hat?

Besuch von der Polizei...

Wir genießen es nun, wieder „unterwegs“ zu sein, wenn auch „nur“ innerhalb Oaxaca und Umgebung.

Abends finden wir einen schönen Stellplatz für die Nacht, kochen, essen und schlafen schon, als es an unsere Tür klopft. Polizei. Nein, nicht zwei Streifenpolizisten, geschätzt 10 Mann stehen vor der Tür.

​Wir sollen hier nicht stehen bleiben. Thomas verhandelt zwar mit ihnen, zeigt unsere Reisepässe, aber keine Chance. Wir müssen wenigstens das Grundstück verlassen und am Straßenrand parken.
Nun gut. Willkommen zurück, Overlander!

Hier ist kein Verkehr, die paar Meter parken wir natürlich um. Dafür ist die Nacht dann super leise, wir hören weder Hund noch Hahn und das will schon was heißen. Am Morgen lassen wir den Dicken stehen und ziehen die Wanderschuhe an.

​Hier soll man gut wandern können und ein bisschen andere Bewegung schadet nach der vielen Arbeit am und im Dicken sicher nicht. Es geht anfangs zwar ziemlich steil bergauf, dafür haben wir von oben eine schöne Aussicht auf Oaxaca und es grünt und blüht üppig am Wegesrand.

Oaxaca - ab ins Zentrum...

Am Nachmittag wollen wir noch einmal die Innenstadt unsicher machen, die immerhin UNESCO Weltkulturerbe ist.

Der Plan: wir parken den Dicken zentrumsnah, fahren mit dem Bus ins Zentrum und später wieder raus.

​Teil 1 klappt gut, wir finden einen guten Stellplatz für den Dicken, ein Bus kommt gleich ums Eck, Richtung "Centro" - nichts wie rein. 
Dass der aber für die recht kurze Strecke sooooo lange braucht, damit hatten wir nicht gerechnet.
​
​Im Zentrum kennen wir uns vom Frühjahr noch etwas aus. Vom Zocalo, dem Marktplatz ist es nicht mehr weit zu den wirklich tollen Markthallen. Riesige Hühner werden zum Kauf Angeboten, Chris ist völlig fasziniert von deren Krallen.

​Wir teilen uns - als Vorspeise - einen Cocktail mit Ceviche an einem der Stände. (So lecker)

Hunger...

Dann suchen wir die Fleischabteilung. Im Mai waren wir von den hauchdünnen Fleischstücken so begeistert, die auf Holzkohle im Markt gegrillt werden, dass wir das jetzt probieren wollen. 
So bestellen wir die Platte für zwei Personen - auch lecker.

Spezialität: frittierte Heuschrecken...

Auf dem Markt werden auch frittierte und gewürzte Grashüpfer angeboten. ​​Die mittelscharfe Variante schmeckt uns gut, da kaufen wir doch gleich ein Tütchen…
Der Weg zurück zum Dicken gestaltet sich nun allerdings schwierig. Wir finden keinen Bus, der in die Richtung des Dicken fährt. Irgendwann geben wir auf und steigen in ein Taxi. Ist auch bezahlbar…

Monte Albán:

Eine der Hauptsehenswürdigkeiten Oaxacas liegt etwas außerhalb der Stadt: Monte Albán! Eigentlich soll man früh am Morgen kommen, wegen der vielen Touristen und der angenehmen Temperaturen. In der Regenzeit herrschen hier aber gerade immer angenehme Temperaturen und so viele Touristen sind eh nicht in der Stadt.
​Wie erwartet stehen nur wenige Autos auf dem Parkplatz. Bewaffnet mit Regenjacken und einem Schirm - wenn es hier regnet, dann richtig - machen wir uns auf den Weg. Hier wohnten und wohnen noch immer Zapoteken und Mixteken. Es wird hier sogar noch zapotekisch gesprochen - und geschrieben, wie man an einigen Schildern sieht.

Zapotekisch...

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Regen bei den Zapoteken...

​Kurz hinter der Eingangsschranke fängt es natürlich zu regnen an. Also Kamerarucksack unter die Regenjacke und Schirm auf - es gibt ja angeblich kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung.
Und fast alleine klettern wir die richtig steilen Stufen (nein, damals gab es noch keine DIN Vorschriften) hoch und wieder runter. Unvorstellbar, dass die kleinen Indigenen diese steilen Treppen stiegen. Zurück am Dicken kochen wir uns zum Aufwärmen erst einmal einen Tee.

Teotitlan del Valle..

Das Dorf Teotitlan del Valle ist auch ein wichtiges Ziel in der Region. Hier weben und verkaufen Zapoteken sehenswerte Teppiche aus naturgefärbter Wolle und andere Handwerkskunst.

Wir brauchen zwar keinen Teppich, aber ansehen wollen wir das natürlich. Auch hier gehören wir zu den wenigen Besuchern. Ein Teppich-Geschäft neben dem nächsten. Überall bekommen wir die große Auswahl gezeigt.
Die Verkäufer sind unter Druck, das spürt man. Keine Touristen, kein Umsatz. Und wir können keinen Teppich kaufen, nur um einem der vielen Verkäufer Umsatz in die Kasse zu spülen.

​Zumal die Teppiche in Handarbeit hergestellt und damit auch nicht billig sind. Aber auch die anderen angebotenen Dinge wie Tücher, Kleider, Ponchos brauchen wir nicht.

von Kirchen und Bäumen...

So fühlen wir uns in dem Ort nicht wirklich wohl, zumal viele Verkäufer sich hinter die Webrahmen klemmen und und uns das Weben vorführen.

​Recht schnell verschwinden wir in einem Café und gönnen uns ein heißes Getränk und ein paar sündig leckere Kekse.
Später bewundern wir in der lokalen Kirche die unzähligen frischen Blumen. Sonst wirkt das Kirchlein einfach nur kitschig.

​Dafür erfreuen wir uns unterwegs noch einmal an einem großen Baum. Den können wir immerhin aus der Nähe sehen

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