zurück in Mexiko... |
Nach regnerischen Tagen in Belize, schönen Weihnachtstagen in Guatemala und einiger Fahrstrecke sind wir zurück nach Mexiko. Die Grenze klappt gut, da wir ja die Einfuhrgenehmigung für das Fahrzeug schon letztes Mal bekommen haben. Es geht weiter in Richtung Pazifik, da wollen wir ein paar schöne Sonnenuntergänge genießen und vielleicht ein bisschen „Urlaub vom Reisen“ machen.
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Puerto Arista... |
Die erste Strecke zieht sich auf allerdings guter Straße und ohne Maut. Wir wissen ja selten morgens, wo wir abends schlafen. Diesmal allerdings bietet sich an, an einen Ort zurückzukehren, den wir auf dem Weg nach Norden schon einmal für eine Übernachtung nutzten. Es geht nach Puerto Arista.
Beim letzten Mal erreichen wir den Strand ebenfalls genau zum Sonnenuntergang und es ist ein echtes Déjà-vu: der Sonnenuntergang ist sensationell und der kostenlose Stellplatz zwischen Restaurants und Palmen funktioniert immer noch. |
Mangos... |
Wir bleiben gleich zwei Tage, wandern am Strand, der sich Kilometer lang erstreckt, nach Herzenslust und lassen auch mal die Drohne raus.
Morgens gibt es gerne mal Mango, auf der weiteren Fahrt werden wir sehen, dass wir mitten durch ein Anbaugebiet fahren und diese exotische Frucht derzeit wohl gerade reif ist und damit günstig. |
Kontrolle... |
Einige Male müssen wir auf der autobahnähnlichen Straße herunter bremsen und anhalten, da Kontrollposten die Immigration überwachen.
Wir werden natürlich nicht heraus gewunken, gegenüber Touristen sind alle mexikanischen Beamten ausnehmend freundlich und lassen uns komplett in Ruhe. |
Wind, Wind, Wind... |
Auch die Windräder machen Spaß, am Isthmo, der engsten Stelle von Mexiko, stehen Sie zu 100en und tausenden und versorgen den ganzen Süden Mexikos mit erneuerbarer Energie.
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Juchitan... |
Weiter geht es in eine Stadt, in der es angeblich ein drittes Geschlecht geben soll, Männer, die als Frauen leben.
In Juchitan finden wir sie aber nicht, wandern gleichwohl gerne über den Markt und bewundern die für europäische Augen sehr ungewohnten Fleischstände. Zumindest der Markt wird von Frauen dominiert, hier ist wohl das Matriarchat angesagt. Die Übernachtung an einer empfohlenen Stelle neben dem örtlichen Supermarkt geht voll in die Hose. Wir stehen im Bereich der Anlieferung und da kommen mitten in der Nacht die ganzen Kühllaster und die machen einen Höllenlärm. Das sind dann genau die Momente, wo wir an die arbeitende Bevölkerung denken, die muss nachts schlafen, wir haben ja am nächsten Tag nur ein bisschen Autofahren vor der Brust und umparken kommt auch nicht infrage, es gibt wohl keine anderen Möglichkeiten im Ort. |
Santo Domingo de Tehuantepec... |
Nach relativ kurzer Fahrstrecke erreichen wir nach mehreren Kilometern abseits asphaltierter Straßen einen sehr feinen Strand mit Restaurants, die die Übernachtung bei sich im Garten ermöglichen, wenn man vor Ort isst.
Das tun wir gerne, auch wenn wir die fast einzigen Kunden sind. Das Essen ist wirklich überraschend sehr gut und wir genießen den Garten, in dem wir die einzigen Gäste sind. Von der Eigentümerin empfohlene Spaziergänge nach rechts und links führen uns zu Lagunen, also Süßwassertümpeln, an denen Flüsse aus dem Landesinneren enden. Viele Vögel sind zu beobachten, es ist herrlich ruhig und fantastisches Wetter. Perfekte Urlaubsbedingungen. |
Strandspaziergang bei
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Eigentlich ein typischer Ort, an dem man länger bleiben müsste. Wir wollen aber die Welt entdecken und fahren einfach mal an der Küste weiter.
Die nächste Bucht ist ebenfalls nahezu sensationell, allerdings liegen viele tote Tintenfische am Ufer, an was die wohl alle gestorben sind? |
Huatulco... |
Bereits in der Bucht sprechen fast alle Touristen Englisch, im nächsten Ort verlassen wir quasi Mexiko und erreichen Klein- Kanada. Huatulco ist augenscheinlich ein seit vielen Jahren entwickeltes Resort für nordamerikanische Urlauber, wir treffen fast ausschließlich Kanadier, die alle ausnehmend nett sind.
Der Ort ist blitzsauber, es gibt tolle Restaurants, ein Neubauprojekt für viele Wohnungen ist gerade gestartet worden und trotz der Wärme des nachts denken wir, hier könnte man es länger aushalten. Ein ganz euphorisches kanadisches Pärchen hatte wohl vor drei Jahren eine Wohnung hier gekauft und ist jetzt seit fünf Tagen das erste Mal für einige Monate im Ort. Beide sind völlig begeistert und schwärmen uns von allem Möglichen vor. Leider melden Sie sich nicht noch einmal und so können wir ihre tolle Wohnung nicht besichtigen. Es findet sich eine andere Gelegenheit. Von einem Berater lassen wir uns die angebotenen Wohnungen erläutern und zeigen. Es stellt sich heraus, dass die besten Lagen alle schon weg sind. |
unter Wasser... |
Chris nutzt die Gelegenheit und meldet sich zu zwei Tauchgängen an. Thomas hat aufgrund seiner Ohrenschmerzen und dem darauf folgenden Arztbesuch beim letzten Mal keine Lust, er kann er auf dem Schiff mitfahren und schnorcheln.
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Dave war dabei, hat gefilmt und ein Video geschnitten.
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San Agustin... |
Weiter nach Nordwesten ist jetzt das Ziel ein Campingplatz in Sankt Agustin, von dem nun wirklich alle schwärmen, die schon mal in der Nähe waren. Wir sind zunächst irritiert, weil der vorhandene Platz kaum für mehr als 2-3 Autos reicht und zwei schon da sind. Wir quetschen uns aber mit rein und genießen dann das wirklich sensationelle Bucht-Ambiente.
"Don Taco" wird von zwei Holländern betrieben, die selber wohl vor ihrer Auswanderung nach Mexiko mehrere Jahre in Indien lebten. Da können wir auch verstehen, dass sie die jetzigen Wintertemperaturen fast schon kühl finden. Wir gehen im herrlichen Wasser schwimmen und schnorcheln und genießen jede Minute die äußeren Bedingungen, gerade weil es nicht so brütend warm ist und wir deshalb sowohl gut schlafen als auch tagsüber es lange im Wasser aushalten. Allerdings scheint das Süßwasser hier sehr knapp zu sein, die Chefin tut sich sehr schwer, unsere Frage zu beantworten, ob wir die Wassertank füllen können. Letztlich klappt es auf 3. Nachfrage. |
Zipolite... |
Wir verstehen jeden, der es hier zwei Wochen oder länger ausgehalten hat, wir sehen uns nach drei Tagen im Aufbruch und haben als nächstes Ziel zum zweiten Mal Zipolite. Da stehen wir erneut am Strand, haben als netten Vorteil wieder tolle Sonnenuntergänge und entdecken die Playa del Amor.
Der sehr LGBT-freundliche Ort lässt jeden am Strand so viel Kleidung tragen, wie er will. Ganz viele Männer verzichten auf Kleidung und treffen sich zum Sonnenuntergang an der oben genannten Playa. Wir müssen da auch hin und es gibt leckere Drinks, viele Sitzgelegenheiten und eine Feuershow. Christin fühlt sich mit ca. fünf anderen Frauen unter ungefähr 300 nackten Männern nicht unwohl. Die Männer sind ja auch mehr aneinander interessiert als an den wenigen Frauen. |
Schildkröten-Babies in
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Auch hier hätten wir noch viel länger bleiben können, spontan fahren wir aber ein paar Kilometer weiter und halten an einer Stelle, wo angeblich Schildkröten geschützt werden. Der Zufall will es, dass eine halbe Stunde nach unserer Ankunft Baby-Schildkröten ins Wasser gelassen werden.
Wir bezahlen gerne einen ordentlichen Obolus und unterstützen damit die 26 Helfer, die ungefähr 5 km Küstenstreifen überwachen. Leider gibt es nämlich immer noch Menschen, die Schildkröteneier handeln beziehungsweise essen wollen. Deswegen werden die alle von den Schützern ausgegraben und unter einem Dach kontrolliert aufbewahrt. Aus einem der Löcher krabbeln heute ganz viele Babyschildkröten und wir dürfen ein paar ins Meer entlassen. Ein wunderschönes Erlebnis. Und ganz ungeplant… Wisst ihr, dass das Geschlecht der schlüpfenden Schildkröten von der Temperatur des Sandes abhängt? Optimal sind wohl gut 29 Grad, kühler werden es Jungs, wärmer weibliche Tiere. Durch die Klimaerwärmung werden die Männer knapp- schon bizarr. |
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Ganz in der Nähe finden wir einen schönen Platz zum Übernachten direkt am Strand. Nachts hören wir aber zwei bis dreimal die Kontrollfahrten mit einem Allradfahrzeug über den Strand
Ankommende Schildkröten und eine Eiablage erleben wir leider nicht. Morgens finden wir wenigstens ein paar ältere Spuren von Schildkröten. Herrlicher Ort, wir hätten erneut lange bleiben können. |
Acapulco... |
Es gibt aber noch ganz viel zu sehen im Land und deswegen fahren wir, wie geplant, Richtung Acapulco weiter. Vor Acapulco ist es nicht ganz einfach, einen Übernachtungsplatz zu finden. Alles mit riesigen Apartmentburgen oder Hochhäusern als Hotels zugepflastert. Aber wer lange sucht, findet sogar einen Stellplatz direkt am Strand (kein Foto).
Die Stadt selber ist überraschend hübsch, in mehreren Buchten angelegt und die weißen Häuser an den Hängen lassen einen vermuten, dass es hier schon auszuhalten ist. Die Stadt hat nicht mehr den guten Ruf der Sechzigerjahre, zwischendurch gab es wohl Bandenkriminalität und die gesamte Polizei wurde entmachtet durch das Militär. Wir sehen viel Militär und fahren zügig durch den Ort. Höhe- oder Tiefpunkt ist ein langer Tunnel, durch den wir allen Verkehr meiden und schnell durch sind. |












































































