Abschied vom Pazifik... |
Ein Abschied vom Meer fällt uns immer schwer. Am Pazifik hatten wir eine wirklich tolle und abwechslungsreiche Zeit. Jetzt freuen wir uns auf kühle Temperaturen in den Bergen und auf einige „magische Dörfer“. Schon die Fahrt in die Höhe bietet einige schöne Ausblicke. Der Bach neben der Straße hat einen richtigen Canyon ausgebildet.
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Unterwegs finden wir wider Erwarten einen schönen Stellplatz. Ein kleiner, unbefestigte Weg läuft neben der Straße den Berg hoch, allerdings hängen dicke Äste so niedrig, dass wir nur um wenige Zentimeter durch passen. Alles vorher zu Fuß abgegangen und sogar wilde Pferde getroffen. Bevor wir in die nächste große Stadt fahren, schlagen wir hier unser Nachtlager auf. Hier können wir sogar Handball EM gucken.
Am nächsten Tag noch einmal in den Supermarkt, am Abend erreichen wir Taxco (sprich Tasko). Dank iOverlander wissen wir, dass die Straßen im Ort super steil sind. Trotzdem wagen wir uns - geleitet vom Navi Google-Maps - eine steile und super schmale Straße nach oben. Dass es sich hierbei um keine Einbahnstraße handelt merken wir erst, als oben Gegenverkehr auf uns wartet. |
Silberstadt Taxco: |
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Dort sehen wir nun einen ebenen Parkplatz. Als wir Passanten fragen, ob wir hier über Nacht stehen können, werden wir an Leute im Gebäude verwiesen. Dann stehen wir plötzlich mitten in einem Schlachthof - mit entsprechenden Geruch.
Nein, stehen können wir hier nicht, es werden noch mehrere LKW erwartet, die brauchen den Platz. Wir fragen nicht weiter, wie die LKW hier hoch kommen oder wie groß die LKW wirklich sind - ganz langsam manövriert Thomas den Dicken die steile, schmale Straße wieder runter. Etwas außerhalb des Orts finden wir am Straßenrand neben einer Bar einen Stellplatz. Gemäß Barbesitzer kann es musikmäßig bis Mitternacht etwas lauter werden, damit können wir umgehen… Von der Bar aus genießen wir bei einem kühlen Bier den Ausblick auf Taxco. Langsam steigt die Vorfreude auf die Silberstadt. |
im T2 Colectivo... |
Der Barbetreiber hat musikmäßig nicht zu viel versprochen. Erst kurz vor zwei stellt er die Musik ab. Morgens quetschen wir uns nun in einen vorbeifahrenden „Colectivo“, der uns für kleines Geld bis ins Zentrum bringt.
Die meisten Colectivos sind hier umgebaute VW T2, in die hinten drei Sitzbänke eingebaut wurden. Maximal 15 Personen passen so in einen T2 rein, die Schiebetüre bleibt während der Fahrt einfach offen. |
Stadtbummel... |
An der Touristen-Info steigen wir aus. Der freundliche Herr zeigt uns ein paar angebliche Silberbrocken (tatsächlich Bleiglanz), verweist uns dann aber nur auf das Silbergeschäft gegenüber, den Templo de Santa Prisco und eine Seilbahn. Nach einem kurzen Besuch im empfohlenen Silbergeschäft marschieren wir einfach mal los.
Und: das Städtchen hält, was der Reiseführer verspricht |
Templo de Santa Prisca... |
Wie viele mexikanische Touristen hier unterwegs sind! Ein Geschäft reiht sich an das nächste: Silber, Klamotten, Erinnerungsstücke, Kunsthandwerk und natürlich Klamotten warten hier auf Käufer.
In Taxco wurden Silber und andere Mineralien abgebaut, daher das große Angebot an Schmuck. Aber auch so hat das Städtchen seinen Reiz. Über die steilen Kopfsteinpflaster-Wege kämpfen sich vor allem VW Käfer-Taxen, die scheinen optimal für diese Anforderungen zu sein. Wir finden den Weg zum Templo de Santa Prisca, der Kirche, die laut Touristen-Info zu den schönsten in Lateinamerika gehört. Macht euch selbst ein Bild… |
Cristo Monumental: |
Zufällig befinden wir uns nun auf vielen steilen Stufen nach oben, also ist unser neues Ziel die Christusstatue Cristo Monumental. Von dort hat man einen wirklich schönen Ausblick auf den Ort und die Gegend hier.
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im Käfer- Taxi... |
Zurück gönnen wir uns eine Fahrt in einem Käfer. Wie bei allen Käfer-Taxen wurde auch hier der Beifahrersitz ausgebaut, der Fahrer erzählt gerne von seinem Wagen und freut sich, Deutsche mitnehmen zu dürfen.
Auf den extrem engen Gassen bergab, kommt uns unter anderem ein Golf oder Polo entgegen, der es gar nicht schafft. Mit Frontantrieb verlieren die Räder viel zu schnell Halt und drehen durch. Und jetzt verstehen wir noch besser, warum der Käfer hier so beliebt ist. |
Overlander - Leben... |
Die Suche nach einem Colectivo für die Heimfahrt zum Dicken stellt sich allerdings etwas schwierig dar. Auf den vielen T2 stehen immer Orte, die wir nicht zuordnen können. Ob unsere Kneipe auf der Fahrtstrecke liegt, müssen wir die Fahrer einzeln fragen. Manche Autos sind so voll, die fahren gleich weiter, andere behaupten, nicht bei uns vorbeizufahren. Erst nach circa 20 Minuten erwischen wir ein Auto und steigen direkt an unserem Mobil wieder aus.
Kurz vor Sonnenuntergang fahren wir wieder los, noch eine Nacht mit Barmusik muss nicht sein. Problem ist, dass iOverlander keine Stellplätze in Aussicht stellt. Wir müssen also selber suchen und finden tatsächlich nach recht wenigen Kilometern eine kleine Einfahrt zu einem Lagerplatz für Sand und Schotter. Das lacht uns an, es ist ja auch Wochenende und am nächsten Tag kommt wieder Handball, das Finale für Deutschland. ARD und ZDF sperren solche Übertragungen für außerhalb Europas, in letzter Sekunde kaufen wir ein Ticket direkt bei der EHF. Mit wenigen Unterbrechungen können wir das Endspiel und die deutsche Silbermedaille verfolgen. |





























