Cuernavaca -
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Die nächste magische Stadt lockt, dort soll Cortes sein Lager aufgeschlagen haben, nach der Eroberung Mexikos. Sehr verständlich, Cuernavaca gilt als die Stadt des ewigen Frühlings und ist ein beliebtes Ziel für wohlhabende Erholungsuchende aus der Hauptstadt.
Wir freuen uns auf einen Stellplatz an einem Hotel, nahe der Innenstadt und von anderen Reisenden empfohlen. Leider will man uns nicht haben, die Dame an der Rezeption fragt extra noch nach, nun stehen wir da im kurzen Hemd. Mit etwas Glück finden wir zwei Straßen weiter eine ruhige Ecke in einem der wohlhabenden Viertel. Die Nacht könnte ruhig werden, wird aber von ständigem Geknaller und Geballer mit Feuerwerkskörpern unterbrochen. Am nächsten Tag werden wir erfahren, was hier los ist. |
Dos Candelaria... |
Auf dem Weg in die Innenstadt zur Cortes Festung und den Kirchen stoßen wir auf einen Umzug. Laute, schräge Musik, kostümierte Menschen mit exotischen, fantasievollen Masken und alles endet vor einer Kirche.
Da fällt uns zum ersten Mal auf, dass viele Kirchenbesucher kleine Puppen mit sich rum tragen, was bedeutet das denn? Vor einem geschlossenen Museum erklären uns die Wärter, dass heute Feiertag ist, „dos Candelaria“. |
Cuernavaca... |
Mariä Lichtmess oder
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Eine kurze Recherche mit Google und KI ergibt, dass es sich um Mariä Lichtmess handelt, hier in Mexiko ein Feiertag zu Ehren der heiligen Candelaria. Entstanden ist dieser Mythos auf Teneriffa. Dort wurde eine Madonnenfigur gefunden und wird seither verehrt. Auswanderer von den kanarischen Inseln haben dann in Lateinamerika zum 2. Februar das Fest aufgebohrt. 40 Tage nach Weihnachten brachten der Legende nach Maria und Josef das Jesuskind zum ersten Mal in den Tempel.
Also bringen die gläubigen Katholiken an diesem Tag der Candelaria Puppen, die jedes Jahr neu und aufwändig geschmückt werden, als Symbol für Jesus Christus mit und lassen diese dort segnen. Manche halten auch Wasserflaschen in die Luft, alles mögliche wird gesegnet und wir nehmen an einem kompletten Gottesdienst in der Kathedrale teil. Eine beeindruckende Veranstaltung und einige Bilder haben wir auch gemacht. |
Stadtbummel... |
Leider besuchen wir die Stadt an einem Montag, so dass einige Highlights geschlossen sind, wir überspringen also das Museum Robert Brady und den hochgelobten Jardin Borda.
So wandern wir noch ein bisschen durch dieses wunderschöne Städtchen und über den Zocalo. |
ins Restaurant... |
Zur Krönung des Tages gehen wir hervorragend und mit Blick auf den Palacio de Cortes essen.
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Basilisk und Kolibris... |
Die Anlieger der Straße, in der wir geparkt haben, wollen wir nicht weiter behelligen, es geht also weiter in Richtung nächste Zauberstadt (pueblo magico). Kurz davor findet sich noch mal ein netter Stellplatz. Da können wir morgens einen Leguan oder Basilisk beobachten und Kolibris. Voll Freude über die Entdeckung tragen wir den Platz bei iOverlander ein.
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Tepoztlan... |
Ein Wochenende in Tepoztlan soll magisch sein, wir werden hier Christins Geburtstag feiern.
Christin freut sich sehr über ganz viele Anrufe und Glückwünsche. Diese Stadt ist der Geburtsort von Quetzalcoatl, dem allmächtigen Schlangengott der Azteken! Den Dicken parken wir vor dem Friedhof. Hier wird es wohl ruhig sein, so hoffen wir. Hier ein paar Fotos vom Friedhof: |
zur Pyramide Tepozteco... |
Vor der Feier kommt aber die Anstrengung. Auf den hohen, zerklüftete Klippen neben dem Ort befindet sich die 10 m hohe Pyramide des Tepozteco.
Es geht etwa 400 m in die Höhe, lauter steile Stufen und bei einem Start auf 1.700 m merken wir schon, was wir leisten müssen. Wir erreichen den niemals von den Spanier eroberten Gipfel eine Viertelstunde vor offiziellen Schluss des Einlass. Um 15:00 Uhr ist hier nämlich schon Schluss mit Einlass. |
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Ab 15:45 Uhr geht es wieder runter, da wir regelrecht vertrieben werden. Auf dem Abstieg kommen uns noch einige Touristen entgegen, die zum Teil extra aus Mexiko City angereist sind und schon etwas frustriert schauen.
Wir sind mit den tollen Aussichten und dem spektakulären Anstieg ebenso zufrieden wie mit unserer körperlichen Leistung. Jetzt haben wir doch ein ordentliches Geburtstagsessen verdient, oder? Thomas Mutter hat dazu eingeladen und es wird ein weiteres Highlight des Tages. |
Paso de Cortes... |
Am nächsten Tag geht es weiter. Spontan entscheiden wir uns zum höchsten Pass Mexikos, dem Paso de Cortes hochzufahren. Der Pass liegt auf 3.684 m Höhe, direkt zwischen den Vulkanen Popocatépetl (ca. 5.462 m) und Iztaccatépetl (5.230 m).
Auf dem Pass kann man vor dem Touristenzentrum kostenlos schlafen. Das machen wir prompt, zumal kurz nach Sonnenaufgang die Sicht auf den aktiven Popocatépetl am besten sein soll. Kurze Zeit später soll er sich gerne in Wolken hüllen, so lesen wir. |
der Popocatépetl oder auch
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Überraschenderweise haben wir schon bei der Ankunft eine super Sicht auf den ausbrechenden Popocatépetl.
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Nun haben wir ja schon wirklich Erfahrung mit dem Aufenthalt in der Höhe. Tatsächlich schlafen wir deutlich schlechter als erwartet und wachen morgens beide mit Kopfschmerzen auf. Um kurz nach sechs ist Chris trotzdem draußen und macht Fotos bei den ersten Sonnenstrahlen. Es hatte Minusgrade in der Nacht, unser Auto ist komplett vereist.
Thomas genießt die Sicht aus dem Dachfenster…überall Frost! |
auf gehts... |
Nach dem Frühstück geht es uns wieder gut, wir schnüren die Wanderschuhe und schultern die Rucksäcke. Dann kaufen wir die Tickets für den Nationalpark und wandern los. In Richtung des aktiven Popocatépetl sind alle Wege gesperrt, für uns kommt sowieso nur der Weg zum Refugio „La Joyita“ in Frage, erklärt uns der zuständige Mitarbeiter. Für alle anderen Wanderungen sind Helme Pflicht und die haben wir nun wirklich nicht im Dicken.
Der Weg geht langsam aber dauerhaft in die Höhe. Irgendwann kommen wir wirklich auf über 4.000 m, sagt das Handy. Wider Erwarten haben wir top Wetter, genug zu essen und trinken dabei und sind entspannt aber müde nachmittags wieder am Dicken. |
Traumstellplatz für drei Nächte... |
Noch eine Nacht auf dem Pass wollen wir nicht, auf dem Weg nach Puebla soll es einige schöne Stellplätze geben. Wir finden einen ruhigen Stellplatz auf knapp unter 3.000 m Höhe mit Blick auf beide Vulkane. Das Wetter meint es gut mit uns, es ist und bleibt wolkenlos und wir gleich drei Nächte…
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