kein schönes Ende in Puebla... |
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in der "Zona Historica
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Jedenfalls kommen wir ohne neue Kratzer in die Werkstatt, die uns aber schnell erklärt, dass sie den Spiegel weder auf Lager hat noch zeitnah bestellen kann. Immerhin wird ein Airbag im Rahmen der Rückrufaktion getauscht und das Auto blitzblank gewaschen. Final wird noch Fett in eine Antriebswelle gespritzt. Bezahlen müssen wir nichts, Spitzenservice.
Den Spiegel kann Axel über Mercado Libre in Cholula bestellen, innerhalb weniger Tage soll er da sein. Alle weiteren Fahrten liegen somit erst einmal auf Eis. Wir ziehen uns zunächst auf das nahe Fort zurück, das oberhalb von Puebla auf einem Hügel ist. Hier wird einer der entscheidenden Schlachten für die Unabhängigkeit Mexikos gedacht. Die Franzosen hatten 1862 angegriffen und wurden von den Indigenen zurückgeschlagen. Ein Teil der Kämpfe fand hier auf dem Hügel statt. Den Helden dieser Schlacht wird ausführlich gedacht, die Schlacht wird nachgestellt und es ist viel Nationalstolz zu fühlen. |
mit Sandra und Axel... |
In Cholula spazieren wir zusammen auf einen kleinen Hügel mit Aussicht.
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Unruhen in Mexiko... |
Nach weiteren schönen Tagen bei Axel und Sandra müssen und wollen wir aber weiter, um die Welt zu entdecken. Mitten in unsere Abfahrtsplanung hinein erfahren wir, dass es nach der versuchten Verhaftung eines Drogenbosses zu vielen Straßensperren, angezündeten Bussen, Unruhen im halben Land kam. Die Hauptstraße nach Mexiko City ist blockiert. Eine Freundin von Axel und Sandra sagt in Sorge ihre Teilnahme am Volleyball ab. Unsere Gastgeber fahren aber trotzdem hin und berichten, dass unterwegs nichts los war. Also brechen wir auch auf.
Unsere Route abseits der Hauptstraße führt nach gut einer Stunde in den kleinen Ort Tlaxcala. Sowohl unterwegs als auch am Ziel ist alles entspannt und ruhig. Wir parken wieder an einem zentralen kleinen Park und schlafen entspannt. Morgens stellt sich aber heraus, dass direkt vor uns ein Bücherladen aufbaut. Ein geparktes Fahrzeug wird vom Besitzer nach hinten mit einer abenteuerlichen Planenkonstruktion verlängert. Wir sollen einen Meter nach hinten fahren, er kann sein Fahrzeug gar nicht bewegen, es hat wohl keinen Motor. |
Tlaxcala... |
Kurz nach dieser Aktion fotografiert ein junger Mann unser Auto mit einer richtigen Kamera. Kurzes Gespräch ergibt, er arbeitet für eine Zeitung und für andere Medien und würde gerne über uns einen Bericht schreiben.
Mit ihm bummeln wir durch die Stadt, er gibt uns ein paar Tipps, macht viele Fotos und verspricht alles mögliche, leider werden wir nie wieder etwas von ihm hören. Wir laden wir ihn zu einem Getränk ein, immerhin hat er uns die Kathedrale gezeigt und nette Wege durch die Gemeinde. Die Gemeinde wirbt mit dem Slogan, ohne sie gäbe es ganz Mexiko nicht. |
kostenlose Privatführung zu Wandmalereien... |
Hintergrund ist, dass die örtlichen Indigenen sich relativ rasch mit dem spanischen Eroberer Cortés verbündet haben. Sie erkannten, dass er ihnen überlegen ist, und machten ihn zu einem Verbündeten gegen die verfeindeten Azteken.
Nach einigen Kreuz -und Quer-Hochzeiten zwischen den Conquistadoren und den einheimischen Herrschern ergab sich wohl ein auskömmliches Miteinander. Über diese Geschichte erfahren wir viel von einer örtlichen Führerin, die in ganz bemüht langsamem Spanisch uns alles mögliche über diese stolze Vergangenheit der 500 Jahre alten Gemeinde erzählt. Verstanden haben wir nicht alles… Schöne Bilder haben Sie noch im Regierungspalast an die Wand malen lassen. Ein lohnender Zwischenstopp. |
Basilica y Santuario de la Virgen de Ocotlan... |
Der quirlige Ort Tlaxcala gefällt uns wirklich gut. Und so gucken wir uns natürlich auch die „Basilica y Santuario de la Virgen de Ocotlan“ an - und schnaufen dazu einen steilen Berg hinauf.
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ins Museum... |
Bevor wir weiterfahren, stolpern wir natürlich sogar noch ins lokale Museum, wo u.a. einige frühe Werke von Frida Kahlo zu sehen sind.
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zum Lagerplatz des Dicken... |
Nun gilt es, den geplanten Endpunkt dieser Reiseetappe aufzusuchen. Wir müssen ja vor dem Heimflug immer einen Platz finden, um unser Auto abstellen zu können. Über WhatsApp haben wir einen Kontakt mit Jaime. Seiner Familie gehören wohl mehrere Grundstücke am Rande von Texcoco und so etwas sehen wir uns vor dem endgültigen Abstellen lieber mal an. Ein richtig gutes Gefühl vermittelt er uns nicht. Allerdings zeigt er sich als sehr geschäftstüchtig. Nach einer vermeintlichen Einigung will er zehn Tage später deutlich mehr Geld für das Unterstellen.
Von seinem Standort aus wandern wir zu einem königlichen Bad auf einem nahe gelegenen Hügel. Diese Badezuber wurden errichtet von einem König Netzalhualcoyotl, im 15. Jahrhundert, ein Herrscher, Philosoph und Dichter im Präkolumbianischen MesoAmerica. Er ließ ein Bad für die Königin und ein Bad für die Konkubinen errichten. Auf Wikipedia wird spekuliert, dass er mit zahllosen Frauen über 100 Kinder zeugte. |
zu den Monarch- Faltern... |
Für uns geht es nun auf zu den Monarch Faltern, die haben ja auch jeweils hunderte Nachkommen. Dafür müssen wir aber mitten durch Mexiko City fahren und das ist alleine schon ein Erlebnis. Jede Zeitplanung geht verloren. Wir landen zwischendurch auf eine Autobahn, auf die man eigentlich nur bis 2,50 m Höhe fahren darf und wir passieren zahlreiche 3,50 m hohe Brücken. Da unser Auto knapp über 3,60 m hoch ist, schwitzen wir Blut und Wasser. Irgendwann geben wir auf, verlassen diese Strecke und stehen nun auf anderen Wegen im Stau. Ein schönes kleines Abenteuer und wir sind froh, dass wir nur doppelt so lange für die Durchfahrt brauchen, wie das Navigationssystem angekündigt hat.
Danach geht es auf über 3.000 m hoch, der Talkessel von Mexiko City liegt hinter uns und es wird dunkel. Ein möglicher Übernachtungsort findet sich zwischen der freien Autobahn, also „Libre“ und der Bezahlautobahn, also „Cuota“. Solche Straßen verlaufen hier oft parallel. Wir nehmen eigentlich immer die kostenlose Strecke, da wir dort mehr von der Landschaft sehen und mehr und einfacher anhalten können, um zum Beispiel Obst und Gemüse an den Ständen am Straßenrand zu kaufen. Von der Nacht schwärmen wir lieber nicht, die hiesigen Lkw verwenden anscheinend Klappen- Auspuffe und machen einen Höllenlärm, wenn sie die Motorbremse nutzen. Und sie fahren die ganze Nacht. Auch am nächsten Tag quälen wir uns durch manchen Stau und über eine miserable Strecke mit Schlaglöchern ohne Ende. Unser Auto bewältigt das zwar souverän, schnell fahren kann man trotzdem nicht. Gegen Abend erreichen wir endlich den Parkplatz bei den Monarch Faltern. Das ist eine wandernde Art von Schmetterlingen. Sie verlassen Ende August ihr Sommerquartier in Nordamerika beziehungsweise Kanada und flattern 3-4000 km nach Mexiko. Dort treffen sich alle auf wenigen Quadratkilometern Dieses Überwinterungsquartier erreichen sie rund um den Totensonntag und werden deshalb am Dia de los Muertos in Mexiko als die Symbolisierung der Heimkehr der Seelen der Verstorbenen gesehen. |
in einem kleinen Gebiet auf über 3.000 m Höhe treffen sich alle Monarch-Falter in Mexiko... |
Monarch - Falter... |
Hier schließt sich natürlich für uns ein Kreis, wir hatten zwar von diesem Symbol keine Ahnung, aber ja ganz am Anfang unserer Reise die hiesigen Feiern zum Totensonntag lebhaft erlebt. Von den inzwischen vom Aussterben bedrohten Schmetterlingen haben wir sensationelle Bilder gesehen. Sie hängen wirklich in riesigen Trauben an den Bäumen und zum Teil brechen sogar die Äste ab. Mal sehen, was wir noch sehen dürfen, denn Anfang März geht es für die überlebenden Weibchen wieder auf die lange Reise nach Kanada.
Morgens früh um 8:00 Uhr ist Einlass und wir marschieren - begleitet von drei lebhaften Hunden - zügig zum relativ kleinen Gebiet der Schmetterlinge. Trauben von Ihnen finden wir nicht mehr, viele tote Tiere am Boden und immerhin einige 100 flattern noch umeinander. Wir sehen auch, warum es ihnen hier im Winter gefällt. Der ganze Waldboden ist bedeckt von Blühsträuchern, eine herrliche, bunte, friedvolle Atmosphäre. Die zahlreichen Angebote, mit dem Pferd zurück zu reiten, schlagen wir aus. Jede Bewegung tut uns gut und in dieser Höhenluft sowieso. Vielleicht kehren wir hierhin noch mal im nächsten Winter zurück, das mit den Trauben von Schmetterlingen an den Bäumen möchten wir schon noch einmal erleben. |
























































