Teotihuacan... |
Ein Highlight noch zum Schluss!
Die riesige Pyramiden - Stadt von Teotihuacan. Bedeutung: "Wo man zu einem Gott wird." Hier findet man eine der bedeutendsten prähistorischen Ruinenmetropolen Amerikas, UNESCO Weltkulturerbe, versteht sich. Das Gebiet von Teotihuacan war bereits seit dem 6. Jahrhundert vor Christus permanent bewohnt. Die Stadt bildete zwischen 100 und 650 n. Chr. das dominierende kulturelle, wirtschaftliche und militärische Zentrum Mesoamerikas. Vermutlich hatte sie auf dem Höhepunkt der Entwicklung um die 100.000 Einwohner. Ab 650 n. Chr. schwand ihre Bedeutung, bis sie um 750 aus nicht vollständig geklärten Gründen weitgehend verlassen wurde. Erst die Azteken fanden im 14. Jahrhundert die Ruinenstadt. Sie gaben dem Ort und den Bauten die bis heute gültigen Namen. (Lt. Wikipedia) |
Rio de Oro... |
Das wollen wir natürlich sehen, also weiter um Mexiko City herum. An den Straßen ändert sich nicht viel, wir kommen langsam voran. Thomas versucht, den Schlaglöchern auszuweichen, wir fahren oft in Schlangenlinien. Unterwegs einen Platz für die Nacht zu finden, gestaltet sich irgendwie schwierig.
Plötzlich sehen wir ein Schild zum „Rio de Oro“. Erst laufen wir den sehr steilen schmalen Weg durch den Wald runter zum See, vor allem um sicherzustellen, dass es keine dicken tiefhängenden Äste gibt. Keine Lust, auf einem so steilen Weg in einer waghalsigen Aktion Äste zu sägen oder womöglich rückwärts hier wieder hoch zu müssen. Kein Sägen notwendig und unten finden wir tatsächlich einen Traumplatz mit toller Sicht auf den See. Allerdings müssen wir den Preis doch hart verhandeln. Der Campingplatzbetreiber, auf dessen Grundstück wir gar nicht stehen wollen, will deutlich mehr, als oben auf dem Schild steht. Es ist für ihn schwer verständlich, dass wir außer ein paar Quadratmetern Fläche gar nichts von dem brauchen, was sein Platz bietet. Die Nacht wird - wie erwartet - herrlich ruhig. Erst viele Tage später bekommen wir von ihm eine WhatsApp mit einigen Fotos vom Dicken. Er bittet nun um Erlaubnis, diese Fotos für Werbezwecke zu nutzen. Wir nutzen sie jetzt auch. Danke an den Rio d´Oro - Camping- und Angelplatz. |
Ballone... |
Dann aber rasch weiter und über kleine Sträßchen erreichen wir final Teotihuacan. Einen ersten freien Stellplatz verlassen wir wieder, nachdem wir uns ein nicht ganz schlechtes japanisches Essen geholt haben. Wir fahren näher an die Pyramiden heran und nächtigen auf einem Sportplatz. Dort allerdings weckt morgens um kurz nach sechs Christin den Thomas, es fahren nämlich direkt um uns herum lauter Ballone am blauen Himmel entlang. Das ist wirklich ein spektakuläres Bild, geschätzt 50 Stück sind zum Sonnenaufgang unterwegs und fauchen aus ihren Gasbrennern.
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zu Fuß zu den Pyramiden... |
Unsere eigene Motivation steigt und nach mehreren Versuchen schaffen wir es, online eine Ballonfahrt für den nächsten Tag zu reservieren. Die Wettervorhersage ist exzellent, also wenig Wind und morgens keine Wolken. Ideale Bedingungen für eine Ballonfahrt, die erste für Christin. Thomas war von seiner Mutter schon mal zum 40. Geburtstag mit einer Fahrt über Lippe beschenkt worden.
Vor dem Vergnügen kommt aber die Arbeit, wir erkunden das Pyramidengelände zu Fuß und laufen die nicht wirklich kleine Fläche mit voller Kameraausrüstung ab. Gleich an der Sonnenpyramide entdecken wir auf der für Besucher gesperrten Pyramide einige Tiere, die uns an Eichhörnchen erinnern…es sind Felsenziesel. |
Mondpyramide... |
Dann gehts zum Hauptweg, dem von den Azteken so benannten „Camino de los muertos“, der Strasse der Toten, denn die Azteken hielten die Bauten an der Strasse für Grabmäler.
Weiter geht es zur Pyramide de la Luna, der Mondpyramide, die wir - wider Erwarten - sogar bis zur ersten Ebene besteigen dürfen. Wir werden mit einem wirklich tollen Ausblick über die gesamte Anlage belohnt. Von hier oben kann man auch tolle Fotos machen: |
die fliegenden Händler... |
Gott sei Dank haben wir unsere Sonnenhüte auf und genug Getränke eingepackt. In der Anlage ist es sehr trocken und staubig. Es gibt wenig Schatten. Die vielen lokalen Verkäufer bieten Mitbringsel und Erinnerungsstücke in allen Farben und Formen an. Der Verkauf erfolgt dann sehr ungewöhnlich: erst bieten sie die Dinge für einen Spottpreis in mex. Pesos an. Sobald man mehr Interesse zeigt, ändert sich die Währung in US Dollars. Es ist schon ein großer Unterschied, ob man 50 mex. Pesos (ca. € 2,50) oder 50 US Dollar für etwas bezahlt. Witzigerweise haben nur wenige Händler Getränke im Angebot.
Die Anlage ist weitläufig, so steht es im Reiseführer und so ist es tatsächlich. Wenn man von der Mondpyramide ans andere Ende zum „Templo del Quetzalcoatl“ laufen will, ist man zwei Kilometer unterwegs. Wie immer, gucken wir uns auch wirklich alles rechts und links des Camino de los Muertos an. |
Museum- natürlich auch! |
Sogar das Museum an der Sonnenpyramide gönnen wir uns zum Schluss noch. Tolle Fundstücke.
Dann geht es schnell zurück zum Dicken und zu einem schönen Stellplatz direkt vor einer Kirche und früh ins Bett. |
Früh aufstehen! |
Denn der Wecker klingelt um 5.00 Uhr. Wir sind schnell wach, fahren mit dem Dicken zum vereinbarten Treffpunkt und frühstücken dort erst mal. Kurz vor 6 Uhr werden unsere Daten inkl. Gewicht erfasst und der Reisepass fotografiert.
Die Spannung steigt, wir freuen uns nun auf die Ballonfahrt zum Sonnenaufgang über die gestern noch zu Fuß erkundeten Ruinen. Etwas aufgeregt sind wir natürlich auch. Kurz nach 6:30 Uhr werden wir mit einer kleinen, vibrierenden Scheibe in einem Restaurant aufgerufen und dann in einen Pick-up gebeten. Es geht noch mal eine kurze Strecke bis zum Startplatz und da liegen und schweben bereits die ersten Ballone. Unserer wird belüftet und erst nach einer Weile schalten sie die Gasbrenner zu, damit er sich aufrichtet. Der riesige Heißluftballon ist schön bunt gefärbt und noch ist die Sonne nicht aufgegangen. Das Timing scheint optimal. Nachdem sich unser Ballon zu voller Größe aufgebläht hat, dürfen wir in den Korb klettern. Insgesamt sind wir ca. 10 Personen im Korb. Schnell noch ein Bild von der Chefin gemacht. |
ein ganz sanfter Start... |
Dann halten vier Leute vom Bodenpersonal den Ballon fest, während der Pilot Gas gibt. Der Ballon zerrt an den Leinen und irgendwann geht es los, alle lassen die Leinen rauschen, schnell wird noch eine Gasflasche ausgeladen, und dann heben wir uns einige Meter in die Luft. Höher geht es zunächst nicht.
Wir fahren ganz ruhig über eine Siedlung und dann sehen wir schon die Sonnenpyramide. Wir steuern direkt drauf zu, sind aber viel zu tief. Kann der Pilot eine Kollision vermeiden? In quasi letzter Sekunde gibt der Chef Vollgas und der Ballon hebt sich in sanfter Kurve genau zur Spitze der gestern umrundeten Pyramide. Einfach ein sensationelles Gefühl. Die Fahrt geht ganz langsam voran und nach dem Überqueren der Sonnenpyramide gibt der Pilot noch einmal alles. Wir steigen auf über 150 m auf und bekommen immer mehr Sonnenaufgang und Übersicht über die ganze Anlage sowie dutzende andere Ballone. |
von der Drohne aus... |
Noch überraschender: die Windrichtung wechselt in der Höhe, und wir fahren wieder zurück. Eine Drohne umkreist uns, immer wieder kommt sie auf ganz wenige Meter an uns heran.
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...vor der Landung steigt die Spannung wieder.... |
Es ist eine rundum gelungene Fahrt und wir sind gespannt, wo es wieder runtergeht, was für Bilder wir hinterher sehen dürfen und wie die Landung verlaufen wird.
Die deutschen Peggy und Vivi scheinen genauso begeistert wie wir, selbst der Pilot wirkt von uns angesteckt und ist mit dem Ablauf der Fahrt offensichtlich sehr zufrieden. Per andauernden Funkkontakt stimmt er offensichtlich den Landeort ab und je näher wir dem Boden kommen, desto deutlicher sehen wir, dass der eine oder andere Korb sogar direkt auf einem Anhänger landet, mit dem es später wieder zurück zum Ausgangspunkt geht. Na, wird unsere Mannschaft das auch hinkriegen? Tatsächlich schaffen es die vier kräftigen Männer am Boden, den Korb bei ganz geringem Wind genau auf den Anhänger zu ziehen. Wir sind begeistert und hinterher gibt es die obligatorische Runde Sekt, naja, ein Fruchtsaftgetränk mit etwas Blubber und wenig Alkohol. |
zurück in Cholula... |
Nach diesem absoluten Highlight unserer Reise bleiben wir noch einige Tage in Teotihuacan. Vor einer Kirche finden wir einen wunderschönen ruhigen Stellplatz. Die Mitarbeiter der Kirche helfen uns, wo sie können. Wir dürfen die Toilette nutzen und bekommen sogar Wasser.
Jeden Morgen erfreuen wir uns an den vielen Ballonen, die direkt über uns drüber fahren. Wir erleben auch eine Feierlichkeit zu einer Beerdigung in der Kirche und bekommen viel vom lokalen Leben mit. In einem Pop-up Restaurant essen wir mal. Gleichzeitig bereiten wir unser Auto schon auf das Abstellen und uns auf die Heimreise vor. Nahezu jeder Gegenstand im Auto muss in die Hand genommen werden, und dann müssen wir entscheiden, hierlassen, mitnehmen, wegwerfen. Einiges hat so viel Stress hinter sich, dass es nicht mehr reparabel ist. Es wird gewaschen und ein Großputz ist auch dringend nötig. In dieser Phase entscheiden wir auch, dass wir den Dicken nicht mehr da abstellen wollen, wo wir uns den Platz schon angesehen haben und wo der Besitzer in sehr harschen Tönen mehr Geld verlangt. Wir schauen uns vor Ort zwei Möglichkeiten an, beide überzeugen nicht wirklich. Dann meldet sich Swen, ein Bekannter von Axel. Er hat eine Option gefunden und das soll auch zu einem symbolischen Preis gehen, also dem, was wir bisher eingeplant hatten. Flott geht es zurück nach Cholula. Wir freuen uns, Axel und die Kids wiederzusehen, Sandra ist zwischenzeitlich nach Deutschland geflogen. Nun lernen wir endlich Swen kennen und auch Ernesto, den Zahnarzt. Die beiden haben direkt gegenüber ein super Grundstück entdeckt, auf dem der Dicke stehen kann, bis wir wieder kommen. Mit Mauer und Zaun und Hund und Hühnern… |
Leidenschaft für Oldtimer... |
Ernestos große Leidenschaft sind Oldtimer. Stolz zeigt er uns einige seiner Schätzchen, die auf seinem Grundstück stehen. Zusätzlich wohnen bei ihm aber auch zwei Möpse, ein belgischer Schäferhund, zwei Perserkatzen und vier kleine bunte Papagayen.
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ein gelungenes Fest... |
Spontan lädt uns Ernesto für den darauffolgenden Tag zum Grillen ein. Wir zwei sind die ersten Gäste und verstehen uns mit Ernesto - trotz der Sprachprobleme - irgendwie hervorragend. Ernesto hat vor wenigen Wochen seine Frau an Krebs verloren. Er schenkt Chris Schmuck, den seine Frau wohl selbst hergestellt hat. Was für eine Ehre..
Das Grillen wird dann zwar etwas chaotisch, weil Swen einen Unfall hat und so mit Familie erst viel später kommen kann, als geplant. So essen wir zwar alle in Etappen, es wird trotzdem ein rundum gelungener Nachmittag und Abend! |











































































