Abschied vom Dicken... |
Die letzten Tage vergehen nun wie im Flug. Wir bereiten weiter den Dicken aufs Abstellen und uns auf die Weiterreise vor und warten angespannt auf einen weiteren Termin bei Mercedes. Beim letzten Mal wurde aufgrund des Rückrufs zwar der Beifahrer-Airbag ausgetauscht, nach kurzer Zeit kommt aber heraus, dass der Fahrer-Airbag auch getauscht werden muss. Wir warten nun dringend auf einen Termin, denn das Amt droht bereits mit dem Stilllegen des Dicken.
Der Stellplatz bei Sandra und Axel ist für uns zwar ein Traum, wir wollen aber weder deren noch die Gastfreundschaft ihrer Nachbarn überstrapazieren, immerhin parken wir dort auf dem einzigen Besucherstellplatz. So fahren wir wieder nach Puebla, parken ganz in der Nähe von Mercedes, um jederzeit auch kurzfristig auf deren Hof rollen zu können. Prompt kommt am Freitag Nachmittag die Info, dass der Fahrer-Airbag am Samstag Vormittag getauscht werden soll. Bei Mercedes kennen wir uns zwischenzeitlich aus, werden begrüßt wie alte Bekannte und selbst das WLAN im Wartezimmer verbindet sich automatisch… |
in die Hauptstadt... |
Jetzt, wo uns durch den Austausch große Steine vom Herzen gefallen sind, können wir endlich mit den finalen Aktivitäten beginnen: Wir klären mit Ernesto, dass wir den Dicken am Sonntag abstellen können und buchen eine Unterkunft in Mexiko City. Bei unserem gemeinsamen letzten Abendessen bucht Axel für uns die Busfahrt in die Hauptstadt und bringt uns am Sonntag sogar zum Busbahnhof nach Puebla. Was für ein Luxus, vielen Dank!
Die Fahrt ist angenehm und professionell, ca. 2,5 Stunden später bringt uns ein UBER zur Unterkunft. Wir haben uns für ein kleines Apartment im Centro Historico entschieden, sehr nah am Zocalo, obwohl dieses Viertel abends nicht den allerbesten Ruf hat. Wir wohnen in einem recht neuen Gebäude im vierten Stock mit Aufzug. Das Apartment ist klein aber angemessen ausgestattet, wir dürfen sogar die Dachterrasse nutzen. Abends wollen wir essen gehen, nach langem Hin und Her landen wir in einem für unsere Verhältnisse eher feineren Restaurant. Für uns was ganz Neues: ein Mitarbeiter bereitet für uns am Tisch eine excellente Sauce zu. |
im Centro Historico... |
Die Gerichte sind so lecker, die Preise akzeptabel, so dass wir uns vornehmen, in dieser Woche noch einmal zu kommen.
Die Nacht ist ruhig, am Morgen machen wir uns auf die Suche nach einem Frühstücks-Café. Theoretisch gibt es viele in nächster Nähe, bei den meisten stehen wir vor verschlossenen Türen. Vielleicht liegt es daran, dass Feiertag ist? Als wir endlich ein geöffnetes Café finden, sind wir vom Preis-Leistungsverhältnis echt enttäuscht. Dann geht es aber gleich los mit der ersten Erkundungstour durch das Centro Historico. Die Kathedrale an der Plaza de la Constitución ist ein Muss. Vielleicht haben wir zu viele Kirchen auf dieser Reise gesehen, aber dieses Monstrum fasziniert uns eher nicht. Was irritiert: wir haben permanent das Gefühl, dass die Wege uneben sind - nicht ein bisschen, richtig heftig. Was wir bisher nicht wussten: Die Ursprungsstadt der Azteken (Tenochtitlan) wurde auf einer Insel in einem riesigen See gebaut. Die Spanier haben dann mit Kanälen und Flüssen diesen See ausgetrocknet, unter anderem, um die Stadt vergrößern zu können. Der schlammige Untergrund lässt die Gebäude aber einsinken. Zudem braucht diese Millionenstadt viel Grundwasser, Der Grundwasserspiegel sinkt weiter, die gesamte Stadt auch. |
Catedral Metropolitana de la Ciudad de México... |
In der Kathedrale wurden durch massive Baumaßnahmen versucht, den Untergang des Gebäudes zu verhindern. Spannend: mitten in der Kathedrale hängt ein riesiges Pendel von der Decke. Hier kann man sehen, wie sich der Untergrund im Laufe der Zeit verändert hat.
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Casa de los Azulejos... |
Hier im historischen Zentrum reiht sich ein sehenswertes Gebäude an das nächste. Durch den Feiertag sind zwar viele Menschen in der Stadt, bei einigen wichtigen Sehenswürdigkeiten, wie beim Templo Mayor und dem Museo del Palacio de Bellas Artes stehen wir aber vor verschlossenen Türen.
Das Casa de los Azulejos gefällt uns nicht nur von außen. Innen ist ein wunderschönes Café / Restaurant, auf einen Tisch warten viele Gäste bereits draußen in einer lange Schlange. Spannend: auch hier ist der Boden krumm und schief. Auf der massiven Treppe muss man schon konzentriert laufen, um sich nicht wie betrunken zu fühlen. Besonders sehenswert sind übrigens auch die Wandgemälde... Als wir einige Stunden später wiederkommen, ergattern wir einen kleinen Tisch im ersten Stock. |
mit der Metro ins Nationalmuseum für Anthropologie... |
Mit der Metro sind wir sind in recht kurzer Zeit am Museum. Die lange Schlange vor dem Gebäude irritiert, es ist aber nur die Schlange vor der Eintrittskontrolle. Hier werden alle Taschen durchgesehen, bevor man ins Gebäude darf. Dort erst sehen wir die lange Schlange vor dem Ticketverkauf. Aber auch das geht zügig. Wahrscheinlich sind wir nicht die Einzigen, die den Schlecht-Wetter-Tag im Museum verbringen wollen.
Das Museum ist riesig, es besteht aus einem großen Patio mit Anschluss an 23 Ausstellungshallen. Die Ausstellungsfläche beträgt 79.700 Quadratmeter. Wir wußten schon vorab: wir haben etwas vor! Es werden die indigenen Kulturen und Epochen Mexikos durch eine archäologische Sammlung und architektonische Beispiele dargestellt. Wir entdecken tolle Statuen, Stehlen, Wandbilder, Modelle der Azteken, Mayas, Mixteken, Zapoteken und und und… Obwohl wir ja zwischenzeitlich einige archäologische Stätten gesehen haben, sind wir beide nach einigen Ausstellungshallen nicht mehr aufnahmefähig, so viel wird gezeigt und erklärt. Trotzdem durchlaufen wir alle Hallen und dazu auch alle Räume im Obergeschoß und schaffen es, fast alles anzusehen. |
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Nach über 15.000 Schritten zurück in unserer kleinen Wohnung bestellen wir uns einfach unser Abendessen. Vom Thai-Restaurant. Auch mal eine Erfahrung - eine gute, wie sich herausstellt.
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