Hop-on Hop-off Bus... |
Nach dem Tag Regen scheint - wie vorhergesagt - wieder die Sonne. So steigen wir zum allerersten Mal in einen Hop-on Hop-off Bus. Es gibt zwei Anbieter, wovon „Capitalbus“ die Gültigkeit nicht nur bis zum Abend, sondern für 24 Stunden bietet. Das ist der Grund, warum wir uns für diesen entscheiden. Wir werden es allerdings bereuen.
Die Busrundfahrt macht uns erstmal großen Spaß. Wir müssen uns weder um Verkehr noch um Navigation kümmern, sondern können einfach nur gucken. Über WLAN bekommen wir vom Handy zunächst die deutsche Übersetzung der spanischen Erklärungen. Das klappt genau 2 oder 3 Stationen lang, dann nie wieder. Der Bus ist fast leer, wir können uns die besten Plätze aussuchen. |
im Soumaya- Museum... |
Plötzlich entdecken wir in der Ferne einen interessanten Metallbau, so steigen wir aus. Es ist das Soumaya Museum, wie sich herausstellt. Tolle Architektur. Welche Überraschung, der Eintritt ist kostenlos. Innen alles weiß, die sechs Etagen werden über eine spiralförmige Rampe erschlossen.
Mittig ein Kern, in dem sich ein Aufzug und Toiletten befinden. Viel Personal und Sicherheit, man findet hier Kunst aus allen Epochen der Kunstgeschichte. Wikipedia hilft: „ Das Gebäude ließ der Milliardär Carlos Slim erbauen , um dort seine umfangreiche Kunstsammlung mit rund 66.000 Exponaten auszustellen. Die Sammlung hatte 2011 einen geschätzten Wert von rund 700 Millionen Dollar. Die Kosten des Museumsbaus betrugen etwa 34 Millionen Dollar. Das Museum trägt den Namen seiner im Jahr 1999 verstorbenen Frau Soumaya Domit.“ Das Supermuseum des Superreichen….draufklicken zeigt einen Artikel des SPIEGEL (ohne Paywall). Völlig fasziniert wandern wir langsam von Etage zu Etage nach oben, entdecken bekannte Namen wie Monet, Degas, Renoir, van Gogh, Picasso, Dalí, Rodin und viele mehr. Angeblich befindet sich in diesem wirklich beeindruckenden Bau die größte Sammlung von Rodin Kunstwerken weltweit. Die schiere Menge erschlägt uns fast. |
Tacos - Streetfood... |
Während wir auf den nächsten Bus warten, essen wir am Straßenrand gefüllte Tacos, herrlich scharf und lecker. Als wir ankamen, bemerkten wir zahlreiche Arbeiter in der Mittagspause, die nebenan ein Hochhaus hochziehen und diese Taco Bude offensichtlich mittags in großer Zahl besuchen. Wir verstehen jetzt auch, warum.
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León Trotzki Museum... |
Unser zweiter Tag mit dem Bus wird zur Enttäuschung. Eigentlich wollen wir mit der zweiten Tour durch den Süden der Stadt erkunden, sind pünktlich am Bus, müssen aber gut 1,5 Stunden warten, bis der erste Bus kommt. Am Frida Kahlo Museum steigen wir aus und entdecken, dass Eintrittskarten ausschließlich online bestellt werden können und dass es einzelne Restkarten erst wieder für den 16.04. gibt. Etwas frustriert laufen wir weiter und gucken uns das Trotzki Museum an. Der Mann soll immerhin die Oktoberrevolution 1917 in Russland organisiert haben.
Nach Lenins Tod 1924 wurde Trotzki von Stalin zunehmend entmachtet, 1929 ins Exil gezwungen und 1940 von einem sowjetischen Agenten in Mexiko ermordet. 1937 fanden seine Frau und er bei Frida Kahlo und ihrem Mann Diego Riviera in Mexiko Zuflucht. Kahlo und Trotzki hatten eine kurze aber heftige Affäre, die zu Kahlos Scheidung von Diego Riviera führte. Ein Jahr später heirateten sie erneut. |
Basilica de
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Die letzten Stunden im Bus fahren wir zur Basilica de Nuestra Señora de Guadalupe in den Norden der Stadt.
Zwischen 1974 und 1976 wurde neben der alten Basilika eine Neue errichtet. Sie fasst unter der 42 Meter hohen Kuppel mit einem Durchmesser von 100 Metern bis zu 40.000 Menschen, für die 10.000 Sitzplätze zur Verfügung stehen. Eine der größten Kirchen weltweit. Natürlich waren auch alle Päpste seit Erbauung dort. Laut Wikipedia wird die Kirche jährlich von 18 Millionen Menschen besucht und ist nach Rom die meistbegangene christliche Pilgerfahrt. Allein an den vier Tagen vom 9. - 12 Dezember sind es 11 Millionen Pilger. Täglich findet stündlich ein Gottesdienst statt. |
Segnung... |
Tatsächlich ist auch bei unserer Besichtigung an einem Freitag Morgen ein Gottesdienst. Und ja, die Kirche ist beeindruckend voll. Einige Gläubige / Pilger rutschen auf allen Vieren oder nur auf den Knien langsam in Richtung Altar.
Aber auch in allen angrenzenden Gotteshäusern sind Trauerfeiern und Gottesdienste. Großes Programm hier. An einer Art Express-Schalter segnet ein Pfarrer alle Besucher, die das wünschen. Spritz, spritz, auch mit Weihwasser. |
Palacio de las Bellas Artes... |
Überall finden sich Shops und Läden, die Kerzen und Kirchliches verkaufen. Hier werden doch beeindruckende Preise aufgerufen.
Wir steigen letztmalig am Alameda Park aus, lassen uns durchs chinesische Viertel treiben, gönnen uns ein zweites Frühstück mit Aussicht und sehen uns den Palacio de Bellas Artes von innen an. |
Palacio de Correos... |
So beeindruckend das Gebäude von außen aussieht, innen erdrückt der rote Marmorstein uns fast. Wir verzichten auf die Ausstellung und gehen statt dessen gegenüber in den Palacio de Correos, den Postpalast, der nicht nur von außen eine Wucht ist.
1907 gebaut, wird es immer noch als Hauptpost genutzt. Wirklich beeindruckend, auch die Ausstellungen... |
Café in der Zona Rosa... |
Abends gehen wir noch einmal in das sehr gut bewertete Restaurant „Tezontle“. Hier hatten wir am ersten Abend wirklich fein gegessen, hier gönnen wir uns noch einmal ein gutes Abendessen und als „Nachtisch einen Cocktail.
Unseren letzten Tag bummeln wir durch die Zona Rosa. Eigentlich hatten wir auf ein schönes Café gehofft, leider zunächst vergebens. In manchen Straßen erinnert die Zona Rosa an eine Partyhochburg. Hier gibt es billig Alkohol (Bier im Masskrug ab 3 €) und mittags schon Party, Betrunkene und laute Musik. Leider gar nicht das, was wir gerade suchen. Ein schönes Café finden wir zwar nicht, aber dafür einen guten Cappuccino am Straßenrand. |
nach dem Shoppen
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Dann bummeln wir durch ein edles und teures Einkaufszentrum. Hier werden alle großen und wichtigen Marken angeboten, Klamotten, Lebensmittel aus der ganzen Welt, Möbel, Einrichtungsgegenstände, alles, was das Herz begehrt. In jeder Hinsicht eine 1. Adresse, wir kaufen Mitbringsel….
Passend dazu landen wir danach zum Abendessen in der Somma Roof-Top Bar. Am Eingang werden wir abgewiesen, da wir keine Reservierung vorweisen können - oder weil wir underdressed sind. An Wochenenden hat man ohne Reservierung keine Chance, so die freundliche Dame am Empfang. Während wir bei ihr stehen, bucht Thomas online eine Reservierung. Die Frau guckt nun zwar etwas verdutzt, findet uns aber auf ihrer online-Buchungsliste und wir dürfen in den Aufzug steigen. Nach dieser Aktion sind wir überrascht, wie wenig in der vierten Etage los ist. Okay, wir sind früh dran, vor allem für eine Roof-Top Bar. Vom Preis-Leistungs-Verhältnis des so empfohlenen Essens sind wir enttäuscht. Für recht viel Geld bekommen wir ein belegtes Brötchen und einen Burger mit Pommes. Es ist nicht auf alle Online-Bewertungen Verlass. Oder auch: manchmal entscheidet die Lage und nicht die Qualität über den Preis. |
Hasta luego, Mexico! |
Dafür sehen wir an diesem Abend bei den Damen Outfits, die wirklich außergewöhnlich sind. Hier scheinen sich die Schönen und Reichen der Stadt zu treffen. Bevor es aber richtig los geht, fahren wir zurück in unsere Unterkunft.
Wir wollen noch einmal gut schlafen, bevor wir die nächste Nacht und dann viele Stunden in Flugzeugen, Zügen und im Auto verbringen. |























































































