unser Dicker... |
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es fehlt ihm an Kraft... |
Allein das Problem mit der fehlenden Kraft macht uns weiter Sorgen. An vielen Werkstätten haben wir in den letzten Ländern um Hilfe gebeten. Eine Ursache hat bisher keiner gefunden. Aber wir können damit fahren.
Sobald der Dicke Betriebstemperatur hat, einmal aus- und wieder anmachen und schon ist die Kraft bzw. der Turbo da. Geht - aber trotzdem nicht gut. |
Super, dass „Power-Gabriel“ den Dicken auslesen konnte und einen mangelhaften Sensor entdeckt hat. Als der Sensor endlich geliefert ist und Gabriel ihn einbaut, ist die Freude groß.
Bei der Probefahrt über den Campingplatz springt der Turbo sofort an, Kraft ist sofort da. |
Jetzt geht es endlich los... |
Am nächsten Morgen kann es endlich los in Richtung Pazifik gehen. Aber schon auf dem Weg zum Supermarkt merkt Thomas: wieder keine Kraft. Aber: nun hilft es gar nichts, den Motor aus- und wieder anzumachen. Keine Kraft, kein Turbo. Frust!
Nun gut, vielleicht müssen wir einfach ein paar Kilometer fahren… Keine Chance, ca. 30 Minuten südlich von Oaxaca geben wir frustriert auf. Da geht nichts, der Dicke quält sich. Bevor weitere Schäden entstehen - wir müssen zurück! |
Wie immer, wenn ein Werkstattbesuch ansteht, ist kurz vor Wochenende. Glück, diesmal wenigstens kein zusätzlicher Feiertag. Ein Blick in iOverlander zeigt einen schönen Stellplatz direkt an einem See. Das wäre ja fast zu schön, um wahr zu sein. Erst ein paar Nächte entspannt an einem See stehen, bevor wir uns wieder ins Großstadtgewusel stürzen.
Tatsächlich finden wir den Stellplatz und er ist so schön wie beschrieben. Kaum steht der Dicke, werden wir von einem Hund begrüßt, als würde er uns schon lange kennen. |
Wir werden adoptiert... |
Der junge Hund ist freundlich, verspielt und immer mit dem Schwanz am Wedeln, besteht aber nur aus Haut und Knochen. Klapperdünn….
Hundefutter haben wir natürlich keines mit, aber mit etwas Fantasie finden wir was zum Futtern für ihn. Er weicht uns in den nächsten Tagen nicht von der Seite. |
Gehen wir spazieren, geht er selbstverständlich mit. Nachts schläft er unter dem Dicken und er verbellt jeden, der auch nur in die Nähe des Dicken kommt, egal ob Hirte, Ziege, Kuh oder anderer Hund.
Schnell hat er einen Namen: Egon. Kurze Zeit später heißt er Juanito, ist ja immerhin ein Mexikaner. |
der ruhige See liegt nur wenige Kilometer südlich von Oaxaca... |
bei Gabriel in der Werkstatt... |
Am Besten gefällt uns „Tiger“, das passt irgendwie, er hat Streifen im Fell. Natürlich hört er auf keinen der Namen. Außer manchmal auf Hundilein… ;-)
Es gefällt uns hier so gut, dass wir gar nicht so sehr traurig sind, dass Gabriel am Montag keine Zeit für den Dicken hat. |
Dann halt am Dienstag. Fest steht nur, so können wir nicht weiter fahren.
Diesmal fahren wir direkt in die Werkstatt von Gabriel. Und der liest den Dicken aus, reinigt, prüft, baut den kompletten Ladeluftweg auseinander und wieder zusammen. Liest wieder aus, fährt Probe…. Und dann wieder alles von vorne. |
Frust breitet sich aus... |
Nichts hilft, das Auslesegerät zeigt irgendwie mehr oder weniger die selben Fehler, bei den Probefahrten ist weiter kein Verlass auf Turbo und Kraft.
Der Frust wird immer größer. Und jetzt? Gabriel schaut ratlos, lässt von einem Freund noch einen anderen Luftdrucksensor bringen. Müssen wir nun zu Mercedes in Oaxaca? Wir beide bezweifeln, dass die unser Problem lösen können. Nach fünf oder sechs Stunden konzentrierter Arbeit gibt Gabriel auf. Er wechselt den ausgetauschten Sensor auf Bitten von Thomas wieder zurück in der Hoffnung, dass wir dann durch Motor aus und wieder an, den Turbo wieder in Gang setzen können. |
Geld will Gabriel keines. Am nächsten Tag hat er keine Zeit für uns.
Obwohl es schon lange dunkel ist, müssen wir erst noch einmal in einen Supermarkt stürmen, bevor wir dann wieder zu Tiger an den See fahren. Und, oh Wunder: allen Probefahrten zum trotz zeigt der Dicke nun, was er kann. Kein An- und Ausschalten mehr. Der Dicke läuft und schnurrt und hat Kraft. Wir können es nicht glauben…. Tiger freut sich über unseren Besuch und natürlich über das frisch gekaufte Hundefutter. |
auf der neuen 175D runter zum Pazifik... |
Tatsächlich hat der Dicke auch am nächsten Tag ab Motorstart Kraft. Eigentlich ist eine Route über kleine Sträßchen hinab an den Pazifik geplant. Google Maps führt uns durch winzige Dörfer, schmale und steile Straßen - aber irgendwie haben wir nicht das Gefühl, dass wir voran kommen.
Auf Maps ist in Zentralamerika kein Verlass, daran werden wir mal wieder erinnert. Irgendwann geben wir auf und fahren auf die neue autobahnähnliche Straße 175D. Hier kommen wir zwar schnell voran, aber beim Bau wurde weder auf den Regenwald Rücksicht genommen, noch scheinen die Ingenieure jemals etwas von Erosion oder Klimawandel gehört zu haben. |
Es wurde eine Straße gebaut ohne auch nur ansatzweise auf die Topografie Rücksicht zu nehmen. Ganze Berge wurden abgetragen, auf Tunnel bis auf ganz wenige Ausnahmen verzichtet.
Das Ergebnis: durch die starken Regenfälle gab es nun Bergrutsch an Bergrutsch. Die Bauarbeiter kommen mit dem Freiräumen oder gar dem Sichern der Berge gar nicht hinterher. Wir fahren quasi auf der Schnellstraße von Baustelle zu Baustelle und sind froh, dass es aktuell nicht regnet. Auf den Fotos sieht man, dass für den Bau der Straße die halben Hänge abgetragen wurden - und die Konsequenzen! |
in Puerto Escondido am warmen Pazifik... |
Dafür sind wir in wirklich kurzer Zeit von 1.500 m auf Meereshöhe runter gefahren,. Gesehen haben wir außer Erdrutschen nichts, dafür sind Temperatur und die Luftfeuchtigkeit deutlich gestiegen.
Außerhalb des Autos ist man innerhalb von Sekunden nass geschwitzt. |
Zuerst fahren wir in den größten Ort nach Puerto Escondido und finden dort - etwas außerhalb und ruhig - einen wunderschönen Stellplatz direkt am Meer.
Hier kühlt es auch nachts so herrlich ab, dass wir gleich zwei Nächte hier bleiben. Das Wasser hat eine mehr als angenehme Temperatur, der Ort ist verhältnismäßig leer, was wollen wir mehr? |
es wird noch besser... |
Aber eigentlich wollen wir ja die Küste entdecken - und der nächste Stellplatz toppt den ersten sogar noch.
Dafür ist die Zufahrt etwas holprig. |
Der Dicke muss durch ein kleines Flüsschen und über einen Feldweg aber dann: sind wir hier ganz alleine - so jedenfalls unser Gefühl. Beim Spaziergang entdecken wir ganz versteckt einige edle Boutique - Hotels in der Nähe…
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Austern in Aguas Blancas... |
An der Küste entdecken wir noch den einen oder anderen Ort. In Aguas Blancas beobachten wir beim Strandspaziergang, wie ein Fischkutter
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entladen wird - nicht mit Fischen, die Fischer wuchten schwere Netze mit Austern an Land.
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Hammer und Austern...
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Frischer geht wohl nicht, Thomas verhandelt und wenige Minuten später schleppen auch wir 15 pazifische Austern zum Dicken. Irgendwie werden wir die schon öffnen, so der Gedanke…
An unserem Schlafplatz im Kiffer- und FKK Ort Zipolite wird das Öffnen der Austern aber dann zur besonderen Herausforderung für Thomas. |
Erst nur mit einem großen, schweren Messer, später dann mit Hammer und Schraubenzieher bewaffnet, kämpft Thomas mit jeder einzelnen Auster und sieht nach kurzer Zeit auch so aus.
Er beweist viel Geduld und Ausdauer, Chris hat nach ganz kurzer Zeit keine Lust und schon gar keinen Hunger mehr auf Austern. |
Zipolite... |
Auch in Zipolite stehen wir direkt am Strand, der wohl der einzige FKK Strand Mexikos ist. Auch Thomas springt ohne Badehose ins warme Wasser…
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Leider kühlt es hier nachts fast gar nicht mehr ab - und so freuen wir uns schon wieder auf die Berge.
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Es geht wieder in die Höhe... |
Diesmal planen wir den Weg zurück in die Höhe besser. Die Straße mit der Nr. 175 schlängelt sich in unzähligen Kurven langsam in die Höhe.
Unterwegs zieht schlagartig so starker Nebel auf, dass an entspanntes Fahren nicht mehr zu denken ist. |
Zudem können wir die Straße nur noch schlecht, die Landschaft um uns gar nicht mehr sehen. An einem kleinen Verkaufstand fragen wir, ob wir auf deren Parkplatz direkt an der Straße über Nacht stehen können.
Dürfen wir, als Dank kaufen wir Enrique ein Glas grünen Honig mit Eukalyptus ab. |
nach San José del Pacifico... |
Obwohl wir wirklich direkt an der Straße stehen, ist die Nacht ruhig. Am Morgen scheint wider Erwarten die Sonne über Berg und Tal.
Die Entscheidung war richtig, bei Sonne geht es jetzt erst richtig los. Idyllisch schlängelt sich die Straße weiter den Berg hoch. Traumhafte Aussichten, dunkelgrüne Wälder, einfach wunderschön. Unser Ziel, das Backpacker - Örtchen San José del Pacifico liegt auf ca. 2.550 m Höhe. |
Der Dicke steht auf einem Campingplatz, der eigentlich gar keiner ist. Hier kann man sein Auto parken, hat sogar WC und auf Wunsch und nach Anmeldung eine holzbefeuerte warme Dusche,
Man bezahlt aber nur das, was es einem wert ist. Vom Dicken aus beobachten wir einen spektakulären Sonnenuntergang über den Wolken. Allerdings, wie immer in den Tropen - rapido…schnell vorbei. |
wir gehen essen... |
Da der Dicke wirklich nah an gut bewerteten „Restaurants“ steht, gehen wir essen.
Das Restaurant besteht aus einem Raum, in dem auf offenem Feuer gekocht wird. An einem der beiden Tische sitzen wir, am anderen die Familie. Vom Essen sind wir nicht wirklich begeistert, aber einigermaßen satt… nun ja, was solls? |
kleine Wanderung... |
Hier, auf ca. 2.550 m Höhe gefällt es uns sehr.
Die Entscheidung ist schnell getroffen: wir bleiben noch eine Nacht und erwandern die Gegend. |
Hier oben fühlen wir uns wie im Frühling: alles ist frisch dunkelgrün, überall blüht es in allen erdenklichen Farben.
Die Bewegung tut uns richtig gut. |
Pizza? In Mexiko? |
Abends gehen wir zu einer top bewerteten Pizzeria. Dass wir uns setzen wollen, irritiert den Koch… Er bietet uns den einzigen Tisch - auch in der Küche an. Hier aber ohne Aussicht.
Nach kurzer Überlegung bestellen wir eine Pizza zum Mitnehmen. Zuhause in unserem Dicken sitzen wir viel gemütlicher und dazu mit super Aussicht. |
Weder der holzbefeuerte Steinofen noch die Küche machen einen einladenden Eindruck. Die Pizza ist allerdings Weltklasse, super kross und wirklich hervorragend.
Wir hatten eine Pizza mit 40 cm Durchmesser bestellt, sind nach der Hälfte aber beide so satt, dass der Rest auf den kommenden Tag warten muss… |
Thomas lässt die Drohne steigen:
zurück zu "Tiger"... |
Auch der Weg zurück zu Hund „Tiger“ und dem See ist wirklich eine Wucht. Tiger wird noch einmal richtig verwöhnt und kann sich voll fressen, bevor wir uns wohl für immer von ihm verabschieden.
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Hoffentlich findet Tiger bald jemand, der ihn einfach adoptieren kann.
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