wieder in die Natur... |
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ein Schwabe! |
Die andere Route nach Süden ist genau die, auf der wir Im Frühjahr nach Norden fuhren. Wir kommen wieder vorbei an einer kleinen Kapelle und machen da Feierabend.
Kurz vor dem Ziel werden wir von einem Motorrad überholt, der Fahrer winkt fröhlich. Und er steht denn auch hinter der Kapelle und stellt sich als netter Deutscher aus Waiblingen heraus. |
Er ist seit gut einem Jahr aus Kanada nach Süden unterwegs und wir lernen erneut, wie nett wir es im Dicken haben. Wir kochen etwas mehr und er freut sich, dass wir ihn einladen.
Sammy kriecht dann in sein Zelt und schraubt am nächsten Morgen seine Zusatzlampen ans Motorrad. Nettes Treffen und netter Abend. |
Wind! Und richtig Strom! |
Am nächsten Morgen geht es für uns bergab in die Wärme, wir passieren die engste Stelle von Mexiko, den so genannten Isthmo de Tehuantepec.
Nur etwa 250 km liegen Karibik und Pazifik auseinander und das führt, da das Gelände flach ist, zu ordentlich Wind. |
Sicher über 1.000 Windräder passieren wir, es pfeift ein sehr kräftiger Wind und es wird Strom erzeugt für ganz Süd -Mexiko.
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Cañon del Sumidero |
Unser Auto läuft gut, der Spritverbrauch ist trotz permanent arbeitender Klimaanlage deutlich gesunken. Wir müssen aber aus der maukigen Hitze raus, sonst wird das keine schöne Nacht.
Der Plan gelingt, wir erreichen einen Parkplatz auf knapp 800 m Höhe und da lässt es sich aushalten. |
Gleich am nächsten Morgen brummen wir weiter zu einem empfohlenen Highlight Süd Mexikos, dem Cañon del Sumidero.
Da schlafen wir direkt am Eingangstor zu dem gleichnamigen Nationalpark. Geweckt werden wir schon gegen 5:00 Uhr, dann meinen ankommende Autofahrer, laute Musik spielen und auch sonst lärmen zu müssen. |
... eine kurze Nacht... |
Zwischen morgens sechs und acht dürfen wohl Fußgänger und Fahrradfahrer kostenlos in den Nationalpark und das wird intensiv genutzt. Wir dürfen kurz nach acht rein,
Thomas muss als Rentner nach etwas Verhandeln nichts bezahlen, angeblich gilt das nur für Mexikaner, steht da aber anders. |
Auf Serpentinen geht es heftig bergan und wir erreichen final einen wunderschönen Aussichtspunkt, an dem wir frühstücken, bevor wir Bilder machen.
Das Tal ist etwas neblig und wir schauen von oben fast 1.000 m hinunter auf den Stausee, den man inzwischen im Cañon erzeugt hat. |
Unvorstellbar schrecklich! |
Wir lesen von der schrecklichen Geschichte des Volkes der Chiapa, die vor fast 500 Jahren eine Schlacht gegen die Spanier verloren haben.
Nachdem ihr Anführer von den Spanier verbrannt worden war, hat sich das Volk gemeinsam von der Klippe in die Schlucht gestürzt und es kamen über 2.000 Menschen zu Tode. |
Das Volk ist später ausgestorben.
In Sklaverei unter den Spanier leben wollten sie nicht. |
Cañon del Sumidero.... |
... im Boot durch den Canyon... |
Wir kurven wieder runter und nutzen die Gelegenheit, den Canyon auch von unten zu erkunden. Im Nachbarort fahren Boote ab bis zur Staumauer. Und wir sind gar nicht unglücklich, erst am frühen Nachmittag in ein Boot einsteigen zu können. Dabei haben wir Glück und Pech.
Wir werden zu einer österreichischen Reisegruppe gesetzt, da wir als erste einsteigen, sitzen wir vorne und die Österreicher sind sauer. Der Bootsführer steuert gleich als erstes Sandbänke mit Krokodilen an, beeindruckende Steilwände und nach kurzer Zeit ein wirklich spektakulärer Wasserfall erfreuen das Auge. |
Zwischendurch manövriert er uns durch Teppiche von Wasserhyazinthen verschmischt mit viel Müll, vor allem Plastik. Hier kämpft man zwar gegen den Müll an, die Flüsse bringen in der Regenzeit aber immer neuen Müll mit.
An einem Wasserfall haben sich Moosklippen gebildet, insgesamt sieht das Ganze fast aus wie ein flimmernder Weihnachtsbaum und so heißt es auch: Arbol de Navidad. Uns wird noch eine bunte Höhle gezeigt, da hat sich wegen Magnesium Salzen eine pinke Farbe ergeben. Insgesamt ein lohnender Ausflug und die Eintrittsgebühr vom Nationalpark wird uns vom Ticketpreis abgezogen. |
Cascada "El Aguacero" |
Inzwischen haben wir bemerkt, dass wir an zwei anderen Sehenswürdigkeiten quasi vorbeigefahren sind. Also wieder zurück. Wir schlafen erneut fast direkt vor dem Eingang zu einem pompösen Wasserfall, Aguacero.
Der erste Übernachtungsplatz passt aber nicht, da wollen LKW wenden, obwohl es ein Feldweg ist. Später stellen wir fest, dass hier Eier und Hühner erzeugt werden und scheinbar ent- und beladen die LKW die ganze Nacht. Jedenfalls sind wir morgens die ersten Gäste, die nette Torwärterin erklärt ausführlich, dass wir so und so viel 100 Stufen nach unten und dann noch nach links am Fluss lang müssen und dass wir danach die ganzen Stufen wieder hoch müssen. Im Nachhinein verstehe ich, Thomas, dass sie wohl nicht ganz sicher ist, dass ich das alles weiß und ob ich das alles schaffe. |
Mit Badesachen und etwas zu trinken laufen wir los. Die Stufen ins Tal gehen sich ziemlich locker. Unten am Fluss stellt sich heraus, dass der erste Versuch im nirgendwo scheitert.
Der Weg ist am Ende der Trockenzeit wahrscheinlich deutlich einfacher. Wir müssen über viele Felsbrocken zurück klettern und einen anderen Zugang versuchen. Der ist auch kernig und zwischendurch zweifeln wir, ob wir das Ziel überhaupt erreichen. Thomas knickt um, wir sind schweißnass und irgendwann dann doch am Ziel. Das allerdings lohnt sich, das Wasser schießt aus über 50 m Höhe spektakulär nach unten und ergibt die aufregendste Dusche unseres bisherigen Lebens. |
es wird naß... |
Christin will ihr Handy der Dusche nicht aussetzen, bei Thomas lässt es sich durch die vielen Tropfen nicht mehr bedienen.
Da nützt auch ein wasserdichtes Handy nichts und deswegen gibt es nicht ganz so spektakuläre Bilder. |
Der Aufstieg zurück zum Dicken macht die erfrischende Wirkung der Dusche unter dem Wasserfall schnell zunichte, vor unserer Küche noch mal abgeduscht und dann weiter zum nächsten Highlight.
Unser Auto humpelt und rumpelt den wirklich schlechten Weg vorbildlich wieder bergauf. |
Sima de las Cotorras... |
Theoretisch dauert es nur ungefähr eine Stunde bis zu der Doline mit den Papageien, dem „Cima de las Cotarras“. Allerdings stellt sich dieser Weg als nicht wirklich frei befahrbar heraus.
Ständig ragen Sträucher und Bäume in den Weg hinein, erst Chris und dann Thomas müssen kräftig arbeiten, um Äste nach oben zu schieben. Der Dicke leidet trotzdem. Gegen 17:00 Uhr kommt uns der Betreiber der Location entgegen, schwärmt uns vor und freut sich, dass wir da hin wollen. Allerdings sei das Tor zu, wir könnten vor der Tür schlafen. |
Morgens fährt dann zwar jemand rein, schließt das Tor wieder und kommt später auch wieder raus. Entgegen der Aufschrift wird aber nicht um 6:00 Uhr geöffnet. Es gibt auch keine Klingel, das Telefon funktioniert nicht.
Etwas unerfreulich, der Typ will auch das Tor gleich wieder zumachen. Wir setzen mit Mühe durch, dass wir reinfahren können. Der Besitzer, inzwischen wieder vor Ort, beschimpft uns, wir wären über das Tor geklettert. Na klar, den Dicken haben wir drüber gehoben. Wir bezahlen unseren Eintritt und hauen wieder ab. Die Papageien sind gegen 7:00 Uhr eh alle ausgeflogen, eigentlich haben wir alles gesehen und schon wieder neue Ziele. |












































