Laguna Catazaja... |
Jetzt zieht es uns erst einmal wieder ans Meer. Wir brauchen einen kleinen Stopp. Eine Nacht an der Laguna de Catazaja, bevor es weiter zur Bahia de Campeche geht, alles am Golf von Mexiko bzw von Amerika. Wir passieren und kaufen in Sabancuy Vorräte.
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am Meer... |
An der Playa Escondida finden wir einen schönen Stellplatz, an einer Ruine fast direkt am türkisfarbenen Meer. Am Meer kann man hier kilometerweit laufen, ohne einen Menschen zu treffen. Das Meer ist herrlich warm, es weht ein angenehmer Wind - hier lässt es sich wirklich aushalten.
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in Campeche... |
Nach zwei Nächten lässt der Wind nach und innerhalb kurzer Zeit freuen sich kleine fliegende Tierchen an unserem Blut. Schnell steht fest: wir müssen hier wieder weg.
Die Altstadt von Campeche ist UNESCO Weltkulturerbe, also unser nächstes Ziel. Dank iOverlander finden wir am Rand der Altstadt einen top Stellplatz. Kostenlos, ruhig und sogar nah am Malecon, was wollen wir mehr? Später merken wir, es ist der Autowaschplatz des Ortes. |
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Tatsächlich gefällt uns die Stadt sehr gut. Viele Gebäude im kolonialen Baustil sind liebevoll renoviert und schön angestrahlt. Nette, ansprechende Restaurants und einige interessante Shops säumen die Straße, die komplett Fußgängerzone ist.
Wir lassen uns durch das Zentrum treiben, gehen essen, bewundern ein paar Kirchen und den Zoccalo. Touristisch ist wenig los… |
Xcalumkín... |
Thomas entdeckt einen Bericht über Mennoniten auf der Halbinsel Yucatan, zufällig ganz in unserer Nähe. Bei den Mennoniten im Chaco in Paraguay haben wir uns sehr willkommen und wohl gefühlt. Warum nicht mal die Mennoniten in Mexiko besuchen?
Unterwegs suchen wir nach einem Parkplatz für die Nacht. Wir finden einen - direkt vor der Maya-Ausgrabungsstätte Xcalumkín dürfen wir kostenlos über Nacht stehen. Natürlich gucken wir uns die am nächsten Tag auch an. |
bei Mennoniten... |
Dann geht es weiter zu den Mennoniten. Die wohnen hier verteilt auf mehrere Ortschaften und leben vor allem von der Landwirtschaft. Dafür nutzen sie Traktoren und Maschinen. Der private Verkehr erfolgt aber immer noch mit der Pferdekutsche. Die treffen wir schon auf dem Weg zu den Siedlungen.
An einem zentralen Platz steigen wir aus. In einem Geschäft kaufen wir ein paar Lebensmittel und versuchen so, mit den Mennoniten in Kontakt zu treten. Aber so einfach ist das gar nicht. Obwohl die mennonitische Zeitung, die wir auch kaufen, auf hochdeutsch geschrieben ist, scheint nur ein Mann wirklich hochdeutsch zu sprechen. |
Campo Menonita Yalnón... |
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Alle anderen sprechen nur „plattdütsch“. Das wiederum hört sich für uns fremd an. Wir verstehen nicht ein einziges Wort. Ein Mann spricht einige Worte spanisch…
Die mexikanischen Mennoniten sind übrigens sofort zu erkennen. Die Männer und Jungs tragen schwarze Latzhosen zu Hemden. Die Frauen und Mädchen tragen wadenlange, dunkelblaue langärmlige Kleider und Hüte. Wir haben das Gefühl, dass sich die Menschen hier nicht gerne fotografieren lassen. Deshalb gibt es nur wenige Fotos. Klassisch deutsch wirken die aufgeräumten Häuser, die kurz gemähten Rasenflächen und die akkurat geschnittenen Hecken. Aber auch hiervon gibt es keine Fotos. |
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Wieder unterwegs, fahren wir an riesigen Papaya Plantagen vorbei. Hier stehen einige Schubkarren voller Früchte. Um welche zu kaufen, gehen wir zu den umliegenden Gebäuden. Auch hier schaffen wir es fast nicht, mit den Menschen in Kontakt zu treten. Das platt ist uns fremd und sie verstehen unser hochdeutsch nicht.
Aber irgendwann finden wir tatsächlich den Bauern der Papayas. Er scheint einige Worte hochdeutsch zu verstehen und verkauft uns - ganz stolz - zwei Papayas sehr günstig. |
Wespenangriff in Xlapac... |
Auf unserer Strecke in Richtung Nordwesten treffen wir auf weitere kleinere Maya Ausgrabungen. Bei allen werden gerade die Tickethäuschen, die WCs und weitere Gebäude neu gebaut, wahrscheinlich, um sie für Touristengruppen interessant zu machen. Die Preise sind in der letzten Zeit explodiert - zumindest für ausländische Besucher.
Noch gehören wir aber zu den wenigen oder einzigen Besuchern. Und genau das macht uns großen Spaß. Hier, in Xlapac kann man noch selbst entdecken. Man darf noch die steilen Treppen besteigen und das tun wir auch. Wir bewundern den riesigen Palast mit Gästezimmern. Auf Schildern wird vor wilden Tieren gewarnt. An einem der Gebäude will Thomas in die Räume sehen. Er rüttelt etwas an einem Gitter, das in die Tür gestellt ist und fängt dann an zu schreien. Das Gitter ist wahrscheinlich mit einem Wespennest verbunden. Durch das Wackeln fühlen sich die Wespen bedroht und greifen den „Angreifer“ an. Innerhalb von Sekunden ist Thomas Nacken übersät mit Wespenstichen. Einige auch an den Händen und Armen, Gott sei Dank hatte er sein Gesicht instinktiv sofort erfolgreich geschützt. Die Stiche schwellen rasch an. In unserer recht großen Reiseapotheke im Dicken finden wir eine kühlende Creme und Tabletten. |
Labná... |
Nach einer Pause will Thomas trotzdem weiter. Wenige Kilometer entfernt ist die Maya Stätte Labná, die will er ansehen - trotz der zwischenzeitlich dick geschwollenen Stiche.
Auch hier sind wir fast alleine und lernen wieder einiges über die Maya. Besonders auffällig ist hier der Tempel der Säulen. Die Freude an der Gestaltung durch die Baumeister ist den noch erhaltenen Bauten deutlich anzusehen. Es wurden nicht „nur“ Pyramiden errichtet, nein auch dekorativ aus dem Stein gebildete Darstellungen von Menschen und Göttern erfreuen das Auge. |
Vitamine... |
Hier gibt es noch weitere Ausgrabungsstätten in der nahen Gegend, die wir uns auch gerne ansehen würden. Aber langsam zieht es uns noch weiter in den Norden - zu den Cenoten. Cenoten sind Karst- bzw. Tropfsteinhöhlen, die mit Grundwasser gefüllt sind. Einige sind ganz oder halb eingestürzt, einige noch komplett unter der Erde.
Auf dem Weg weiter in den Norden fahren wir an vielen Plantagen vorbei. Zitrusfrüchte, Zapoten (Breiäpfel - sehr lecker!), Cherimoyas (Zimt- oder Rahmapfel) und noch viele Früchte mehr werden hier angebaut und geerntet. Beim nächsten Stand kaufen wir ein. |







































































































