im Zentrum der Cenoten... |
Im kleinen Ort Cuzama finden wir zentral einen nicht ganz ruhigen Stellplatz für die Nacht. Aber es ist Wochenende und wir beschweren uns hier nicht über die laute Musik…
Zu einer Cenote in der Nähe unseres Übernachtungsplatzes laufen wir. Schöner Spaziergang aber ohne Erfolg. Die Cenote ist trocken, nur Wespen wohnen drin….schnell weg. |
Cenote Diana Blanchee... |
Die nächste Cenote am Ort ist zur Hälfte eingestürzt, hat Wasser und zusätzlich einen Pool. Hier dürfen wir sogar auf dem Parkplatz übernachten! Das Wasser ist angenehm kühl. Auch hier sind wir - trotz Wochenende - fast die ganze Zeit die einzigen Gäste und haben Cenote und Pool für uns allein.
Abends entdeckt Thomas, dass eine Gruppe Schwalben in der Cenote wohnt. Die bezwitschern uns dann auch beim Morgenbad - herrlich schön erfrischend. Und wir sind porentief sauber, ganz ohne warme Dusche. |
Cenote Hamun Hool Kosom... |
Nach unserem ersten Cenotenbesuch sind wir so begeistert, dass wir nun auch andere Cenoten kennenlernen wollen. Auf der Halbinsel Yucatan gibt es viele tausend Cenoten lesen wir bei Wikipedia. Die meist mit Grundwasser gefüllten Cenoten wurden oft von den Mayas als Trinkwasserspeicher aber auch als Opferplatz genutzt. Auf google maps sind viele Cenoten zu finden. Wir entscheiden uns nun für die geschlossene, wenige Kilometer entfernte Cenote Hamun Hool Kosom.
Hier sind wir nun meist nicht mehr alleine. Im Ort werden Cenoten-Rundfahrten angeboten. Da wird man für einen Pauschalpreis mit einer Art Rikscha Motorrad von einer zur nächsten Cenote gefahren, kann dort baden und weiter geht es zur nächsten. |
in Cuzama, Mexiko... |
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So parken hier nur wenige Autos. Die meisten Mit-Bader werden mit den Rikschas hin- und auch wieder weggebracht. In Badeschlappen steigen wir die steilen Treppen und Stufen runter in die Tiefe. Dort dann das Wow! Das Wasser ist leuchtend blau und glasklar, von oben fällt nur ein runder Lichtstrahl ins Wasser.
Obwohl grundsätzlich wohl Vorschrift, dürfen wir auch ohne Rettungsweste hier schwimmen. Manchmal sind wir sogar ganz alleine. Witzig, dass es hier sogar Fische gibt, die an den Füßen knabbern, wenn man ganz ruhig steht. |
in der Cenote Oxmán... |
In der Nähe von Valladolid im Osten der Halbinsel steht nun noch die Oxmán Cenote an. Hier, in der Nähe von Chitzen Itza sind wir an einem Touristen-Hotspot gelandet. Deshalb sind wir morgens bei den ersten Besuchern und ganz alleine, als wir ins Wasser steigen. Die Cenote ist offen, und sowohl von oben, als auch von unten wirklich spektakulär.
Aber leider eben auch touristisch - mit Sprungmöglichkeit und einer Schaukel. Weiterer Nachteil: auch wir müssen mit Rettungsweste ins Wasser. Vorschrift ist Vorschrift. Warum uns der Aufpasser mit Kinderwesten versorgt - keine Ahnung. Als Thomas sich traut, die Weste im Wasser zu öffnen, gibt es einen Pfiff und Mecker. Egal, morgens waren wir hier ganz alleine - das allein war den Eintrittspreis wert. |
bei Andrea und Sebastian in der Cenote Xnuut... |
Nun geht es weiter zu Andrea und Sebastian. Die beiden Deutschen haben bei einer Reise durch Yucatan spontan ein Grundstück mit Cenote gekauft. Das bauen sie nun langsam zu einem Overlander - Stellplatz aus. Der wurde uns empfohlen, schon sind wir auf dem Weg dahin.
Wir sind die einzigen Gäste und zu viert haben wir interessante und spannende Gespräche. Das riesige Grundstück liegt am Ende einer Sackgasse. Hier ist es super ruhig und so entspannend, dass wir gleich zwei Nächte bleiben. Okay, wir hätten noch deutlich länger ausgehalten… das ist ein Ort zum Runterkommen. |
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Andrea und Sebastian wohnen dauerhaft hier. Er arbeitet übers Internet, sie organisiert den weiteren Aus- und Umbau. Noch leben die beiden in einem großen Wohnwagen mit Slide-out, über dem ein ausladendes Dach schwebt. Weiter unter dem großen Dach: ein riesiger Vorplatz mit offener Küche, Arbeitsplatz und Hängematte.
Die Cenote Xnuut ist wahrscheinlich die spektakulärste, die wir gesehen haben. Erst steigt man eine steile Wendeltreppe nach unten. Von dort führt ein schmaler Tunnel zur Cenote. Über eine wackelige Hängebrücke und eine Hängetreppe kommt man runter ans Wasser. Durch zwei kleine Löcher an der Erdoberfläche fällt auch hier Tageslicht nach unten, aber nicht viel. Man möchte nicht darüber nachdenken, was passiert, wenn z.B. das elektrische Licht ausfällt. |
an die Karibik... |
Als wir uns von den beiden verabschieden, fühlen wir uns mehr als porentief rein. So oft wie bei unserer Cenoten-Tour haben wir schon lange nicht mehr geduscht und gebadet.
Jetzt würde uns nur noch eine Cenote an der Küste reizen, in der es Süß- und Salzwasser gleichzeitig gibt. Auf unserem Weg werden wir keine mehr finden. Egal, wir freuen uns jetzt wieder aufs Meer. Das ist allerdings ein kleiner Kulturschock. Bei unserer Hochzeitsreise vor vielen Jahren waren wir in Tulum. Dass sich das zwischenzeitlich verändert hat, ist ja klar, aber dass es sich soooo verändert hat, ist doch ein Schock. |
Tulum... |
Tulum ist ein edler Urlaubsort geworden. Teure Hotels, edle Boutiquen und feine Restaurants reihen sich aneinander. Bis wir mit dem Dicken am Rand des Nationalparks sind, ist unsere innere Ruhe der Cenote Xnuut dahin. Der Weg ist schmal, oft mit Ästen oder Kabeln tief behangen und gut befahren. Mit unserem Dicken kein Spaß. Das Schlimme: wir müssen den ganzen Weg wieder zurück.
Wir übernachten am Straßenrand direkt vor dem Nationalpark, zahlen morgens Eintritt und sind ab dann nur noch enttäuscht. Die Straße ist schlecht, Schlagloch reiht sich an Schlagloch. Rechts und links der Straße hohe Mauern oder Zäune. Man sieht auf den ersten Kilometern gar nichts. Dann kann man endlich zum Meer. Nett hier, aber das ist das Eintrittsgeld nicht wert. Um es kurz zu machen: der Tag wird zum Flop. Wir sehen weiter wenig Strand und dafür gar keine Tiere. |
Fein essen gehen... |
Frustriert fahren wir zurück nach Tulum. Reinhard hat sich gemeldet. Er war vor unserem Rückflug der letzte Kontakt in Oaxaca. Manchmal ist man zufällig am selben Ort und so gehen wir heute zusammen essen.
Vor Reinhards Hotel können wir ruhig für eine Nacht schlafen, bevor es dann weiter geht in Richtung Süden. |
in Bacalar an der Lagune... |
Im Ort Bacalar können wir nah an der Laguna Bacalar kostenlos stehen. Der Ort ist nett und weihnachtlich geschmückt.
Zufällig findet Chris ein Angebot über eine Tour auf Stand-up-Paddel-Boards, die super bewertet ist. Soll aber schon um 6 Uhr morgens starten, deshalb ist der Treffpunkt um 5.30 Uhr. In der Nacht schläft Chris gar nicht gut. Da haben wir uns wirklich angemeldet? Wir standen beide noch nie auf einem SUP. Und dann gleich so eine Tour… mit einem Start mitten in der Nacht. Nervös und nur mit dem Nötigsten bewaffnet stehen wir pünktlich am Treffpunkt. |
aufs Stand-up-Paddel-Board... |
Wir sind 11 Teilnehmer und zwei Guides. Jeder bekommt eine wasserdichte Tasche, in der eine Lampe leuchtet. Dort können wir auch unsere wichtigen Dinge verstauen. Jorge erklärt die Theorie. Die erste Lagune überqueren wir erst nur auf Knien paddelnd bis wir zum Piraten- Kanal kommen.
Dort kann - wer will - sich aufs Board stellen. Über den Kanal kommen wir in die zweite Lagune und von dort über den nächsten Kanal in die dritte. Hier werden wir bei einem kleinen Frühstück den Sonnenaufgang genießen. |
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Ohje. Die Spannung steigt, als wir auf das wackelige Board krabbeln. Aber geht. Souverän ist was anderes, aber wir kommen voran. Tatsächlich traut sich sogar Chris, sich im Kanal hinzustellen. Wie gut, dass wir wenig Wellen und quasi keinen Wind haben. Also optimale Bedingungen, um zu lernen.
Prompt ist Chris natürlich die erste, die ein ungeplantes Bad nimmt. Aber das Wasser ist nicht kalt und mit etwas Hilfe steht sie schnell wieder auf dem Brett. Als wir im Kanal zur zweiten Lagune sind, wird es langsam hell. Was für ein Erlebnis. Wie schön und klar diese Farben. In der dritten Lagune werden die Boards zusammen gebunden, wir bekommen frisches Obst, Toast und heißen Kaffee. Bevor es zurück geht, entspannen wir noch bei einer Meditation. |
die 7-Farben- Lagune
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Der Rückweg ist natürlich viel einfacher und auch entspannter. Bevor wir die erste Lagune überqueren, gibt es noch einen Badestop im klaren, türkisfarbenen reinen Süßwasser.
Die leuchtenden Türkis- und Blautöne der Lagune von Bacalar entstehen durch eine Kombination aus unterschiedlichen Wassertiefen, dem hellen, weißen Kalksteinboden und der Art, wie das Sonnenlicht reflektiert wird, sowie Mineralien und Pflanzen, die das Wasser färben, wobei auch Cenoten die verschiedenen Farbtiefen erzeugen. Wo das Wasser flach ist und der helle Boden durchscheint, erscheint es helltürkis, während tiefe Bereiche dunkelblau bis fast schwarz wirken, was zu den berühmten „sieben Farben“ führt. Ein gelungener Ausflug! Als wir gegen zehn Uhr zurück am Dicken sind, fällt die Anspannung ab. Nach einem zweiten Frühstück und einem Flug mit der Drohne schlafen wir beide wieder ein. |
zur Wunder-Lagune,
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Aber wir haben noch nicht genug von diesen Traumlagunen. Nächster Stopp im Ort Huay Pix an der Laguna Milagros. Hier können wir den Dicken direkt an der Lagune parken und haben quasi unseren Privatsteg… Nun ja, kurze Zeit später teilen wir ihn gerne mit dem allein reisenden Alex.
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