Google Maps hilft
|
|
Laguna Apoyo... |
Stellplatz am Restaurant... |
Die Straßen sind weiter schmal, wir entscheiden spontan, nicht bis zum See hinunter zu fahren, sondern an einem Restaurant zu fragen, ob wir dort für eine Nacht stehen dürfen.
Dürfen wir - mit top Aussicht auf den See sogar. Natürlich gehen wir jetzt hier auch essen… |
Die Nacht ist ziemlich laut. Ab 4.00 Uhr morgens fahren Fahrzeuge mit Dauerhupen die Hauptstrasse lang, wer und warum bleibt deren Geheimnis.
Nach dieser Nacht verzichten wir nun darauf, wenigstens einmal zum Wasser hinunter zu laufen und fahren weiter nach Granada. |
Granada in Nicaragua... |
Granada gehört zu den schönsten, ältesten und wichtigsten Städten Nicaraguas und ist unser erstes Ziel.
Hier fielen immer wieder englische Piraten ein, die aus der Karibik über den See kamen. Granada wurden mindestens zweimal niedergebrannt von ihnen. |
Wir parken an einer Kirche und erkunden zu Fuß die Stadt. Leider sind mittags die wichtigsten Gebäude und Kirchen geschlossen. Es zeigt sich ein tolles Gastronomieangebot in wunderschönen Innenhöfen.
Wir lassen uns in der Hitze ein bisschen durch den Ort treiben, fahren dann aber weiter zum See. |
Lost place... |
Granada liegt auch am Nicaragua See. Am Malecón sehen wir viele Leute baden. Wir fahren weiter und landen an der Marina Cocibolca (Cocibolca scheint der indigene Name für den See).
Unfassbar - wir sind an einem lost Place gelandet. Alles im Charme der 50er oder 70er Jahre, kaputt, zerfallen, am Verrotten… |
Ein Restaurant scheint trotzdem noch betrieben zu werden.
Es sind zwar keine Gäste da, die Terrasse mit riesigen Tischen aus massivem Tropenholz und beeindruckenden großen Holzstühlen scheint vereinzelt noch Gäste zu bewirten. Als wir kommen, schläft ein Mann (der Chef?) an einem Tisch. |
Schwimmen im
|
Von hier aus können wir auch zu einigen der kleinen vorgelagerten Inseln gucken.
Am Malecon springen auch wir ins Wasser. Aber nur kurz - sehr kurz - denn |
wir schwimmen gefühlt zwischen Plastikteilen und Chipstüten. Kein Vergnügen.
Wie gut, dass wir uns danach hinter dem Dicken abduschen können. (keine Fotos ;)) |
Leben in der Stadt... |
Am Abend wollen wir die Gelegenheit nutzen und die vielseitigen Restaurants und Kneipen des Orts kennen lernen.
Gut, dass wir selbst gekocht haben, bevor wir los sind, denn so ganz überzeugt uns nichts. Viel Karaoke oder sehr laute Musik, der Ort entzaubert sich etwas. Die Nacht vor der Kirche wird trotzdem ruhig. Es wird Samstag, deshalb wollen wir erst in einen Supermarkt und dann noch einmal ins Zentrum. Soll so nicht sein. Google bringt uns durch schmale Gassen mitten ins Getümmel. |
Hier beginnt der große Markt. An ein Durchkommen ist nicht zu denken, wir parken und marschieren zum Supermarkt. Aber hier sind die Warteschlangen vor den Kassen so lang und die Luft ist so stickig, dass wir schlagartig nichts mehr brauchen. Bloß wieder raus hier.
Auf dem Markt lassen wir uns etwas treiben, kaufen leckeres Obst, Gemüse und Käse… Wieder im Zentrum ist nun wenigstens die Kathedrale geöffnet, ein must-see der Stadt. |
Vom Glockenturm... |
...der Kathedrale bekommen wir eine gute Sicht auf das Zentrums Granadas.
Das Kulturzentrum „Tres Mundos“ nebenan, renoviert von einer Stiftung, |
die finanziert wurde von Dietmar Schönherr und Ernesto Cardenal, ist weiterhin zu, wohl dauerhaft geschlossen, Geldmangel?
|
Eigentlich... |
...muss man sich eine Stadt ja erlaufen, aber dafür ist es hier und jetzt einfach zu heiß.
Es gibt hier zwar supergemütliche Cafés, von denen wir einige schon kennen, aber… |
…Gott sei Dank gibt es hier viele Kutschen. Kitschig, aber jetzt genau das richtige.
Langsam trotten die Pferdchen vor sich hin, wir können in aller Ruhe im Schatten sitzend die wichtigsten Gebäude der Stadt ansehen. |
aktiver Vulkan Masaya... |
Dann heißt es Abschied nehmen, wir haben per App einen schönen Stellplatz entdeckt. Dort soll man den aktiven Vulkan Masaya beobachten können und trotzdem ruhig schlafen.
Normalerweise kann man zum Krater des Masaya hoch fahren, aber natürlich nicht, wenn er aktiv ist. Google zeigt uns eine schöne Strecke zu dem Aussichtspunkt, an dem man eine tolle Sicht hat und auch übernachten kann. Okay, wir müssen einmal durch die Stadt Masaya, aber das kann ja wohl nicht so schlimm sein. |
Wenn wir schon in Masaya sind, sollten wir hier auch einmal durch den großen Markt gehen. Herrlich, genau sowas lieben wir. Hier bekommt man alles, Klamotten, Schuhe, Frischfisch, Fleisch, Obst, Gemüse und alles andere irgendwie auch. Alles überdacht, alles voll, wir stürzen uns mitten ins Getümmel.
Der Markt ist riesig und lädt zum Verlaufen ein. Wir beobachten Schuhmacher mit antiken Nähmaschinen. Als wir wieder ans Tageslicht kommen, stehen wir am Omnibus-Bahnhof. Wie farbenfroh die großen Busse gestaltet sind. |
kein Spaß mit google maps... |
Nun folgen wir dem Navi Weg weiter zum Stellplatz. Nicht immer einfach, erst durch die Stadt, später wird die Straße zum Sandweg, dann wird sie immer schmaler. Von den Menschen am Straßenrand bekommen wir schliesslich die klare Info: hier geht es für Autos nicht weiter. Zurück, dann eine andere Straße den Berg hoch, dort nur Zweiradspuren im Staub….
Bis wir dort stehen und es auch nicht weitergeht. Drehen geht auch hier nicht - wir müssen rückwärts… Nun wird schnell klar: zu dem gewünschten Aussichtspunkt gibt es keine für Autos befahrbare Straße. Da stehen wir - gefühlt am Ende der Welt. Aber nein, es gibt hier kein Ende. In dieser Region Nicaraguas gibt es keine Straße ohne Gebäude. Alle Straßen und Wege sind rechts und links locker bebaut und belebt. |
Keine Chance, auf einen Feldweg zu fahren und dort einfach zu schlafen. Das gibt es hier einfach nicht. Wir müssen irgendwie sehen, dass wir wieder auf eine der großen Hauptstraßen kommen. Wie immer, wenn wir in so ein Schlamassel reinkommen, wird es dunkel. Hier in den Tropen wird es sehr schnell dunkel.
Bei so viel Aufregung machen wir dann auch keine Bilder mehr. Das Herausfordernde: auch wenn wir dann endlich die Hauptstrasse erreichen, gibt es laut iOverlander keinen Stellplatz mehr. Halt, einen Aussichtspunkt gibt es noch. Der kann zwar an Wochenenden etwas laut sein, aber es gibt ja nichts anderes. Es ist Samstag, aber sooo laut wird ein Aussichtspunkt auf die Apoyo Lagune an einem Samstag wohl nicht sein, oder? |
Granada, Masaya, Managua - in Nicaragua sind die Entfernungen kurz... |
das Overlander Leben ist nicht nur lustig... |
Kann er. Als wir müde und hungrig endlich ankommen, ist der Parkplatz voll. Mit Mühe bugsiert uns der Parkplatz -Wärter an einen Stellplatz.
Wir sollen später Umparken. Um uns herum viele Menschen, Andenkenläden, laut schreiende Kaffee- und Getränke- und Essensverkäuferinnen. Im Hintergrund dröhnt eine Disco. Hier werden wir nie schlafen können. Was tun? Wir kochen, essen und entscheiden dann, doch weiter zu fahren. |
Es gibt noch einen Stellplatz, ruhig beschrieben, aber etwas weiter weg. Wir müssen noch einmal durch die Stadt Masaya - und das mitten in der Nacht.
Tatsächlich ist die Fahrt durch Masaya entspannter, als befürchtet. Wir parken irgendwann hundemüde mitten auf dem Marktplatz eines kleinen Orts und fallen einfach nur noch ins Bett. Es bleibt ruhig - die ganze Nacht. Morgens finden sich gleich drei öffentliche Wasserhähne und wir füllen den grossen Tank. |
es brodelt... |
Während der Fahrt am nächsten Morgen können wir doch noch einen kurzen Blick auf den aktiven Masaya
|
werfen. Man kann sich richtig vorstellen, wie es im Krater brodelt…
|