Schildkröten in Tortuguero... |
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Tortuguero liegt an der nördlichen Karibikküste... |
hoffentlich kippt unser Dickie nicht um... |
Als wir das merken, schlägt das Navi eine nette Abkürzung vor, die wir kurzerhand nehmen. Der Asphalt endet, der Feldweg wird immer schmaler und matschiger.
Plötzlich ist der Weg unter Wasser. Hier durch? Wir sind uns einig. Umdrehen geht hier nicht, also müssen wir rückwärts. Und das ohne Rückfahrkamera, denn die hat den Geist aufgegeben. Alles geht gut, bis, ja bis wir plötzlich seitlich in den Matsch rutschen. Der Dicke steht heftig in der Pampe. Sch…. Das hat uns jetzt gerade noch gefehlt. Und hier ist nichts und zudem wird es gleich dunkel. Dazu muss man, wissen, dass uns das ja schon öfter passiert ist. Oft haben wir einfach im Dicken übernachtet, bis am nächsten Morgen die Hilfe vor der Türe stand oder wir irgendwie selbst raus kamen. |
Wir brauchen Hilfe! |
Der Dicke steht so schief, dass an Kochen und / oder Schlafen nicht zu denken ist. Drin sitzen ja - aber so eine Nacht kann lang sein.
Wir fangen an im Matsch zu graben, ziehen irgendwann Schneeketten auf und legen die Sandbleche bereit. Als klar ist, dass wir aus eigener Kraft da nicht mehr raus kommen, läuft Chris zur nächsten Hütte. Laute Musik, da muss jemand sein. Trotz lautem Rufen - keine Reaktion. Nach gefühlten Ewigkeiten taucht ein junger Mann auf. Der kann und oder will nicht helfen, sein Vater auch nicht. Im nächsten Ort hat jemand einen Traktor, der könne uns raus ziehen. Hinbringen kann er Chris nicht. Da geht es lang, durch den Fluss durch, dann rechts. Wie? Durch den Fluss durch? Ja, der ist jetzt trocken. Also nichts wie los. Erst mit FlipFlops, dann zurück und die Wanderschuhe an. Wieder unterwegs kommen ihr ein paar junge Frauen entgegen. Durch den Fluss? Nein, das ist unmöglich. Da steht man bis zur Hüfte im Wasser. |
Endlich! Hilfe in Sicht... |
Können sie helfen? Nein. Nur: hier geht es nicht weiter. Also wieder zurück.
Es dämmert nun schon und es bleibt nur noch eine Richtung übrig. Einige hundert Meter weiter steht wieder ein Haus. Beim Rufen nach Hilfe stürmen ca. acht Hunde auf sie zu. Gott sei Dank ist das schwere Tor geschlossen, als der große aggressiv wirkende Schäferhund auftaucht. |
Dann kommt eine Frau, die das Problem versteht. Sie kennt jemand, den würde sie jetzt anrufen.
Als der Mann mit seinem Geländewagen 20 Minuten später da ist, ist es bereits dunkel. Thomas hat am Dicken alles vorbereitet. Nach kurzer Zeit steht der Dicke wieder auf festem Untergrund. |
Es geht weiter - auch bei Dunkelheit... |
Die beiden Männer sind sich einig: Hier im Dicken schlafen - UNDENKBAR. Das ist gefährlich hier.
Rückwärts wird Thomas zur nächsten Stelle gelotst, wo er drehen kann. Die Männer schlagen einen sicheren Platz vor zum Übernachten. Aber wir wollen jetzt nicht mehr. Jetzt fahren wir - trotz Dunkelheit - weiter und werden den Asphalt erst einmal nicht mehr verlassen. An eine Bootsfahrt am nächsten Morgen ist nun nicht mehr zu denken. Die Schneeketten, die Sandbleche, die Schuhe und noch viel mehr ist naß oder voller Matsch. |
Das Schicksal meint es mal wieder gut mit uns. Wir dürfen im hinteren Bereich einer großen Tankstelle ruhig und sicher übernachten. Direkt neben großen Waschbecken, Klos und Dusche.
Das nutzen wir am nächsten Tag. Alles wird gewaschen, gebürstet, geputzt und wieder getrocknet. Es dauert, bis alles wieder an seinem Platz ist. Aber nach dieser Aktion können wir beruhigt zur Bootsanlegestelle weiterfahren und am Morgen darauf pünktlich um 6.00 Uhr aufs erste Boot steigen. |
der Jaguar Trail in Tortuguero... |
Eine Dreiviertel Stunde später sind wir in Tortuguero und dürfen sogar gleich unser kleines Zimmer beziehen. Tortuguero ist komplett ohne Autos. Es gibt nur ein paar Quads, zum Müll einsammeln.
Im Ort selbst gibt es alles - ein echter Touri- Ort halt. Viele Unterkünfte in allen möglichen Preisklassen, Restaurants und Bars, kleine Supermärkte und viele Tour-Anbieter. Wir lassen es erst einmal langsam angehen und erkunden den Ort und die Umgebung zu Fuß. Parallel zur Küste verläuft der sogn. Jaguar-Trail. Hier kann man auch ohne Guide durch den Regenwald laufen. |
Es gibt sogar Hinweis-Schilder, wie man sich richtig verhält, sollte doch einmal ein Jaguar vor einem stehen. Obwohl wir den Weg zweimal gehen, treffen wir leider keinen. Schade, bisher haben wir die Jungs nur vom Boot aus gesehen und so ganz aus der Nähe… wäre schon cool.
Dafür turnt eine ganze Familie Geoffroy -Klammeraffen über uns, die auf englisch Spider-(Spinnen-) Affen heißen. Das liegt wohl daran, dass die sich nur an ihrem Schwanz vom Baum hängen lassen und mit Händen und Füßen was anderes tun können. Auch Agutis treffen wir einige, kleine ca. 20 cm hohe Nagetiere. |
Unser Hotel liegt direkt an der Karibikküste. Baden soll man hier aber nicht.
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Romantischer Abend... |
Am Abend mieten wir uns ein Kayak und paddeln vor dem Abendessen ein bisschen die Kanäle entlang.
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Wir landen an einem edlen Resort und paddeln
die kleineren Kanäle entlang, sehr atmosphärisch in Schwarzwasser. |
Danach gehen wir im edlen Restaurant "Taylors Place" fein essen.
Ein richtig romantisches Candellight- Dinner...
Ein richtig romantisches Candellight- Dinner...
mit dem Kanu in den Nationalpark... |
Für den Morgen buchen wir eine Kanu-Tour in den Nationalpark. Treffen morgens um 5.30 Uhr, dann Formalitäten, um 6.00 Uhr steigt die Gruppe ( wir sind 7) ins Boot.
Genau zu der Zeit beginnt es zu regnen, besser: es schüttet. Bei Regen ziehen sich die Tiere zurück. |
Die Wahrscheinlichkeit, dass wir viele Tiere sehen, sinkt von Minute zu Minute. Tapfer paddeln wir vor uns hin, der Guide versucht verzweifelt, gute Laune zu verbreiten.
Nun gut: wir sehen zwei kleine Kaimane, einen Basilisken, Kapuzineräffchen, einige Vögel und Leguane. Anscheinend auch ein Faultier…? |
nach zwei Nächten geht es wieder zurück... |
Als wir vom Boot steigen, sind wir froh, dass wir nicht ein ganzes Ausflugspaket gekauft haben. Den restlichen Tag genießen wir auch ohne teure Ausflüge in und um den Nationalpark.
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Nach insgesamt zwei Nächten ist unser Ausflug an die karibische Nordküste Costa Ricas wieder zu Ende. Ein Boot bringt uns zum Dicken zurück, Strassen gibt es hier keine.
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