Auf die Karibikinsel Utila... |
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bei Milady... |
Ein junger Mann verteilt Kotztüten, na, das kann ja noch was werden. Wird es nicht, Gott sei Dank. Nach einer Stunde heftiger Wackelei kommen wir gut auf Utila an. Puh!
Voll motiviert laufen wir zu der von uns gebuchten Unterkunft, etwas draußen auf einem Hügel. Milady, so nennt sich unsere nette Vermieterin, hat ein kleines Zimmer in einer Hütte für uns. Nichts aufregendes, aber Klimaanlage und Ventilator. |
Sie kann keine Tiere töten, sagt sie. Deshalb gibt sie uns einen leeren Becher mit Deckel und zeigt uns, wie wir Spinnen sicher nach draußen bringen können.
Die Taranteln, die sie uns in ihrem Atelier zeigen will, findet sie leider heute nicht. Dafür dürfen wir einen Kolibri beim Brüten beobachten, der sein Nest direkt vor ihrer Haustüre gebaut hat. Wie schön! |
Neptun... |
Viele Gäste hat Milady zur Zeit wohl nicht, sie verplant voller Motivation gleich unsere gesamte Zeit auf der Insel. Puh, das artet ja in Stress aus.
Dann gleich mal los. Mit einem Tuk-Tuk gehts gleich zur Bootsanlegestelle Neptun. Neptun ist ein Restaurant und eine Unterkunft, die man auf dem Landweg nicht erreichen kann. |
Deshalb betreiben sie ein Boot, das von einem Steg durch Mangroven zu Neptun und zurück fährt. Wenn man dort etwas verzehrt, kostet das wenig.
Bei Neptun gibt es einen schönen Karibikstrand, man kann schnorcheln und - wie schon gesagt - essen und trinken. Also optimal für die ersten Stunden auf der Insel. |
unter Wasser... |
Mit dem letzten Boot fahren wir gegen 17.00 Uhr wieder zurück, gönnen uns einen eher langweiligen Cocktail und buchen dann zwei Tauchtrips für den nächsten Tag.
Erst super chaotisch, weil man uns irgendwie vergessen hat, dann aber doch erfolgreich. Eine sympathische und kompetente junge Frau nimmt uns unter ihre Fittiche. Erst ein Tauchgang zum angewöhnen, 10 -15 m tief. Leider bekommt Thomas bei dem Tauchgang Ohrenschmerzen. |
Trotzdem will er den Tauchgang zum Halliburton Wrack natürlich mitmachen. Das liegt auf ca. 30 m Tiefe und ist für die Ohren eigentlich entspannter…
Leider haben wir keine Fotos von den Tauchgängen… Am Wrack waren wir nur noch mit der Tauchlehrerin. Aber natürlich sind auch die Ohrenschmerzen nach dem Tauchgang nicht weg. Thomas wird noch einige Zeit mit den Beschwerden kämpfen… |
Utila liegt nördlich von
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Das Zentrum der Insel ist die Stadt Utila im Südosten... |
wir mieten ein Moped... |
Um etwas flexibler zu sein, mieten wir uns diesmal ein Moped. Zweiräder und Tuk-Tuks sind das übliche Fortbewegungsmittel auf der Insel.
Autos oder Transporter gibt es nur ganz wenige, Busse gar nicht. Deshalb kümmert sich wahrscheinlich auch niemand um eine Helmpflicht, sofern es sie überhaupt gibt. |
Soll heißen: es scheint auf der ganzen Insel überhaupt keine Helme zu geben und auch wir fahren natürlich ohne…
Dass bei dem Moped weder Blinker noch Hupe funktionieren, müssen wir hier nicht auch noch erwähnen... ;) Dazu muss man wissen: der Großteil der Insel ist - zumindest für uns Touristen - gar nicht zugänglich, unsere Strecken sind also recht kurz. |
Leben auf der Insel... |
Jedenfalls nehmen wir den Druck aus Miladys durchgetaktetem Besichtigungsprogramm erst einmal raus, fahren in aller Ruhe in alle möglichen Ecken der Insel, besichtigen das Iguana- Center und die Schokoladen-Manufaktur und genießen es, immer frühstücken und Abendessen gehen zu „müssen“, wobei das Angebot schon mehr als chaotisch ist.
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Wenige Restaurants sind gestopft voll, andere erschreckend gähnend leer. Und wer will schon stundenlang auf einen Platz warten oder alleine in einem Restaurant sitzen?
Natürlich schmuggeln wir uns auch in den eigentlich geschlossenen Bando Strand… Nach unseren drei Nächten auf Utila legt das Boot wieder superpünktlich ab. Was ist anders: es wackelt noch deutlich mehr… |
weiter nach El Porvenir... |
Nach einer Stunde wilden Schaukelei haben wir endlich wieder festem Boden unter den Füßen und freuen wir uns auf unseren Dicken.
Wir stürmen den nächsten Supermarkt und fahren dann in aller Ruhe zum kleinen Ort El Porvenir, ganz in der Nähe. |
Eine gute Entscheidung. Wir finden einen ruhigen Stellplatz am Meer, wo wir am nächsten Morgen einen tollen und ausgiebigen Strandspaziergang machen.
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bei den Indigenen... |
Dann geht es aber weiter in Richtung Punta Sal. Um hier die wirklich schönen Traumecken und Schnorchelreviere zu sehen, muss man auch hier aufs Boot. Da verzichten wir diesmal…
Auf der schmalen Halbinsel kommen wir in ein Gebiet der Indigenen. Als wir auf einem schönen Stellplatz direkt am Meer parken, kommt ein junger Mann und bietet uns Kokosnüsse an. |
Aber immer, gerne und natürlich. Ist nicht nur gesund, ist auch lecker.
Dann kommt er zurück in Begleitung einer Frau. Und dann: wir glauben, wir können unseren Augen nicht trauen: säubern sie den Stellplatz! Einfach so. Ok, der Müll wird nicht professionell entsorgt sondern hinter dem nächsten Gestrüpp gelagert. Und wahrscheinlich, wenn wir wieder weg sind, angezündet und verbrannt. |
Essen bei Indigenen... |
Müll... |
In anderen Ländern haben wir ja öfter demonstrativ Müll gesammelt.
Aber in Honduras und Nicaragua bleibt das Gefühl, dass wir damit nicht einmal beginnen müssen. Sobald wir den gesammelten Müll in einer großen Tüte hätten, stellt sich die Frage: „wohin jetzt damit?“ Wahrscheinlich würde der Müll dann in einer anderen Ecke des Landes weiter lagern. Ein großes Problem in diesen beiden Ländern, ein Bewusstsein der Bevölkerung scheint oft völlig zu fehlen. |
Nicht nur einmal beobachten wir, wie Verpackungen jeder Art während der Fahrt einfach aus dem Fenster von Autos oder Bussen geworfen werden.
Ob aber unser Müll, bei dem wir sorgfältig darauf achten, dass er in anständigen Mülltonnen landet, wirklich richtig entsorgt wird? Gibt es hier professionelle Müllverbrennungsanlagen? Oder werfen auch die Müllautos alles nur einen Hang hinunter? |
die einzigen Gäste im Restaurant... |
Jedenfalls sind wir ziemlich beeindruckt, dass diese beiden jungen Leute für uns den Platz reinigen, Glasscherben, Flaschen und sonstige Verpackungen…
Um die Indigenen-Gemeinschaft zu unterstützen, entscheiden wir kurzerhand, am Abend im lokalen Restaurant essen zu gehen. Die junge Frau bringt uns dort hin. Wir scheinen die einzigen Gäste, das „Restaurant“ muss erst einmal geöffnet und das Feuer angefacht werden. Im Angebot sind gefrorene Fische, die ganz frisch aussehen. Zwischenzeitlich skeptisch, beobachten wir den Garvorgang… Ob das Wasser hier wohl eine gute Qualität hat? |
Der Fisch soll fritiert werden, damit haben wir bisher vor allem schlechte Erfahrungen gemacht. Wie auch immer, da müssen wir jetzt durch - mit oder ohne Konsequenzen…
Die gefrorene Makrele wird in zwei Hälften geteilt, die Haut eingeschnitten, auf dem Feuer wird Öl erhitzt. Irgendwann wird der Fisch ins heiße Fett geworfen, später kommen Kochbananen dazu. In einem Topf werden die vorgekochten Bohnen mit Reis erhitzt. Wir können dabei zusehen. Irgendwann kommt dann alles mit frischem Salat auf den Tisch. Sieht nicht nur appetitlich aus. Ist es wider Erwarten auch… und es ist so viel, dass wir sogar die Reste mitnehmen. |























