Die Einreise nach Guatemala... |
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zum Amatitlan See... |
Unser erstes Ziel ist der Vulkan Pacaya. Dahin schaffen wir es wegen der Bummelei an der Grenze nicht mehr. Unterwegs entdecken wir dafür einen neuen, tollen Stellplatz an einem Sportcenter, fragen extra und dürfen kostenlos übernachten.
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Morgens dreht Christin ein paar schöne Runden um den Sportplatz, welche eine ziemlich feste Bahn hat, deswegen bleibt sie auf dem Kunstrasen. Es gäbe wohl auch Wasser und Strom, wir brauchen aber gerade nichts und fahren weiter Richtung Amatitlan See.
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Guatemala kann auch steil! |
Bei der Zufahrt zum See lernen wir kennen, wie steil hier Straßen sein dürfen und zwar große Hauptstraßen. Wir sind schwer beeindruckt und es geht ganz langsam zwischen mehreren großen LKW bergab.
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Nach den Serpentinen fahren wir eine Weile am See entlang, schöne Ausblicke und dann gebietet uns das Navigationssystem links abzubiegen. Das möchten wir gar nicht glauben, die Straße sieht extrem schmal und noch steiler aus. Nach kurzer Diskussion fährt Thomas einfach los und natürlich schafft der Dicke das auch.
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Guatemala ist steil... |
Allerdings hört das mit dem steil sein diesmal überhaupt nicht auf, irgendwann sind wir auf einer Ministraße und das Auto muss wirklich alles geben. Wir wollen hier nicht mit Einzelheiten quälen, aber an einer Stelle will Christin aussteigen und nicht mehr mitfahren. Sie denkt über umkehren nach, sieht allerdings auch keine alternative Strecke zum Vulkan.
Thomas begeht einen Teil der Strecke vor uns, das Auto kühlt in der Zeit ab und letztlich trauen wir uns doch. Natürlich schafft der Dicke das, klingt aber leider überhaupt nicht entspannt. Eine App zeigt Steigungwerte von bis zu 40 und 45 % an. Nach Erreichen des höchsten Punktes geht es leider ähnlich steil wieder runter und das lässt jedenfalls Christin noch mehr leiden. Sie fühlt sich wie in einer Achterbahn und steht fast auf den Bodenblechen um beim Bremsen zu unterstützen, obwohl doch in der Untersetzung der Motor ganz erheblich bremst. An einer kleinen Kraterlagune müssen wir gleich zwei vom Navi vorgeschlagene Wege abbrechen, die gehen gar nicht, die große Schleife rund um den Ort führt uns aber letztlich doch zum Ziel. |
Dieses Ziel ist ein feiner Parkplatz direkt am Eingang des Nationalparks und da treffen wir auch gleich auf nette Nachbarn, die am nächsten Morgen um 4:00 Uhr zum Gipfel los wollen und schon eine Führerin gebucht haben.
Wir fragen unverbindlich, ob wir mit dürfen und das ist natürlich okay. Mitten in der Nacht schalten wir - nach kurzer Absprache - den Wecker aus. Das Wetter ist nicht so gut, dass wir uns vor Sonnenaufgang auf den Berg quälen müssen. Morgens kommen die netten Nachbarn schon wieder runter, bevor wir überhaupt nur losgehen. Ihre Führerin sei nicht gekommen, sie hätten 45 Minuten auf sie gewartet und letztlich den Weg alleine gefunden. Sie berichten, dass keine Bergstiefel nötig sind, das ist wichtig für uns, da Christins Stiefel kaputt sind. Einen Führer müssen wir allerdings buchen, das ist hier eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme und damit können wir leben. |
Vulkan Pacaya... |
Juan Carlos wird uns den Weg zeigen und er bietet enorm viele Pausen an. Vielleicht sind wir ihm viel zu langsam und schwitzen zu sehr. Das liegt aber mehr am Wetter als am Weg. Die Sonne brutzelt ordentlich und dadurch haben wir gute Sicht.
Bis ganz hoch zum Vulkan kann man auch gar nicht laufen, da war ein Ausbruch 2021 aktiv und legte eine Menge bröckelige Aa-Lava auf den alten Wanderweg. Juan Carlos zeigt uns eine Stelle, wo die Hitze noch direkt unter der Oberfläche strahlt und er bietet an, Marshmellows zu grillen. |
Christin probiert, Thomas lehnt ab. Sie schmecken unangenehm süß, das Erhitzen ist aber ein netter Vorführeffekt.
Einen kleinen Umweg zu einer Aussichtsplattform müssen wir uns erkämpfen, unser Führer möchte wieder runter und wir wollen noch etwas oben bleiben. Für 25 $ möchten wir auch mal selber bestimmen, wo wir lang gehen. Die Wege sind wirklich einfach und übersichtlich und runter rutschen wir durch Lava Geröll und Staub, bis die Füße in Socken und Schuhen schwarz sind. |
nach Antigua... |
Für die Weiterfahrt gibt es eine klare Vorgabe: nicht da lang, wo wir gekommen sind. Tatsächlich findet sich eine Alternative und wir tragen das auch gleich bei iOverlander ein, um andere zu warnen. Wir sind auf dem Weg nach Antigua, da waren wir zuletzt auf unserer Hochzeitsreise. Und dort wollen wir unseren diesjährigen Hochzeitstag verbringen.
Erneut geht es steil hoch, dass wir freiwillig in der Untersetzung fahren, so können wir die Gänge exakter schalten. Die sehr gut asphaltierte Nebenstraße führt uns direkt am Vulkan de Agua vorbei durch den Ort Santa Maria de Jesus. |
Sowohl bergauf als auch bergab denken wir mehrfach „Santa Maria“. Das Getriebe macht unangenehme Geräusche……
Richtiggehend erlösend ist dann die Innenstadt von Antigua, komplett auf Kopfsteinpflaster ruckeln wir ganz langsam im Kolonnenverkehr Richtung Touristen-Polizei. Die hat eine Freifläche nahe der Innenstadt und bietet dort kostenloses Camping für autarke Mobile an. Das ist wirklich ein Highlight unserer Reise. Ein idealer Stellplatz mit Wasserversorgung, Kanalzugang und netten Nachbarn. |
Antigua Guatemala... |
Eine Reinigung ist gleich um die Ecke, da werfen wir schon bei der Anfahrt über zehn Kilo Wäsche ab.
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Vom Platz aus ist man in 10 Minuten eigentlich überall im Ort und wir beginnen gleich mal mit einem wunderbaren, koreanischen Restaurant.
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Reisepause... |
Die nächsten Tage merken wir, dass wir etwas Reisepause gut vertragen. Wir müssen nicht jede Sehenswürdigkeit abklappern, kümmern uns lieber um die Restaurationsbetriebe.
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Eine wunderbare Rooftopbar verwöhnt mit sehr leckerem Bier und wir treffen uns mit Birgit und Gerd wieder, mit denen wir richtig schöne Stunden verbummeln. Darauf ein IPA!
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einfach treiben lassen... |
Wer uns kennt weiß, dass wir natürlich auch die Märkte abklappern, Kunsthandwerk bewundern und uns super gut treiben lassen können.
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Falsches Öl im Differential? |
Eine Unterhaltung mit ChatGPT, also einer künstlichen Intelligenz, verdeutlicht für Thomas, dass wir wohl in Panama beim Wechsel der Differentialöle einen Fehler gemacht haben: Das uns dort in einer Fachwerkstatt verkaufte Differentialöl war wohl keine vertretbare Idee. Es könnte die Ursache der Geräusche und langfristig eine Schadenursache sein.
Also: Wechsel der Diff-öle ist die nächste Aufgabe und wir schreiben umliebende Werkstätten an: Könnt ihr das mit genau dem Öl, das wir brauchen? Nach einigen Absagen erklärt sich einer bereit und erklärt auf Nachfrage, ja, das Öl habe er besorgt. Es wird sich zeigen, dass das schlicht nicht die Wahrheit war. |
Am nächsten Morgen fahren wir hin und haben eine Baustelle vor Augen. Die Zufahrt zum Campingplatz und der Schrauberwerkstatt ist gesperrt. Zu Fuß erkunden wir das Gelände und finden eine Werkstatt, in der auch jemand ist. Unser Öl hat er nicht. Eine Grube hat er auch nicht.
Der Chef taucht auf und erklärt uns, das Öl müsse er aus Guatemala City besorgen und das kostet 15 $ extra. Das Öl sei auch ziemlich teuer und das müssten wir vorab bezahlen. Nicht gut aber was willst du machen, also bezahlen wir gut 100 € für 3 l Öl von Liqui Moly und warten auf den nächsten Morgen. |
neues Öl in Guatemala City... |
Am nächsten Morgen wieder hin, wir wollen da aber nicht mehr arbeiten lassen, Christin erklärt ihm das und der Chef scheint sehr froh. Wir fahren los nach Guatemala City.
Dort finden wir tatsächlich eine Werkstatt mit einem großen Mercedes Schild, später erfahren wir, dass die zwar 50 Jahre Lizenznehmer von Mercedes waren, Ihnen diese Lizenz aber gerade abgenommen wurde. Auf erste Frage hören wir, nein, das Öl haben wir nicht. Das könnt ihr aber in der Umgebung selber besorgen. Christin läuft los. Der erste Shop hat nur 20 l, als Thomas das Bild dem Werkstatt Chef zeigt, meint er, das Öl haben wir auch. |
Er schaut nach und tatsächlich, die erforderliche Qualität ist doch vorrätig. Wir lassen also von vorne nach hinten die Differenzialöle wechseln, vorne kommt das teuerste von Liquid Moly rein.
Nach einer knappen Stunde wird der Unterfahrschutz wieder montiert und als sich Thomas unter das Auto legt, sieht er, dass Distanzscheiben nicht verbaut wurden und alles muss wieder abmontiert werden. Das sind sehr frustrierende Momente, wenn Fachleute etwas demontieren und hinterher gar nicht merken, dass sie nicht wieder alles dran schrauben. Chris bewundert in der Zeit die anderen Autos in der Halle. |
Oh neee.... |
Das Auto wird hinterher kostenlos gewaschen, Thomas fährt danach rückwärts gegen einen teuren Mercedes und dem den Kühler kaputt.
Das wird in Guatemala sehr entspannt gelöst, der Werkstattleiter lacht, recherchiert bei eBay Kleinanzeigen und besorgt für 150 $ Ersatz. Wenn Thomas die 150 $ bezahlt, sei alles gut. Das machen wir doch gerne und jetzt haben wir alle Öle in der erforderlichen Qualität. |
Gut gelaunt und glücklich fahren wir weiter. Glück gehabt.
Das Öl wurde ohne Termin am Mittwoch, den 30. April gewechselt. Auch hier ist der 1. Mai ein Feiertag und ob wir dann an einem Brückentag (2. Mai) überhaupt einen Termin bekommen hätten??? Wie oft hatten wir Pech und verbrachten Feiertage und Wochenenden in Werkstätten… |
zum Atitlan See... |
Jetzt freuen wir uns auf den für seine Flora und Fauna bekannten Atitlan See. Der See (auf 1.560 m) ist in einer Caldera gelegen und wird von drei Vulkanen umgeben.
Natürlich sind durch Feiertag, Brückentag und Wochenende auch viele guatemaltekische Touristen hier. |
Wir finden einen ruhigen Stellplatz direkt am See. Leider ist es durch die beginnende Regenzeit ziemlich diesig.
Die umliegenden Vulkane können wir nicht sehen und deshalb verzichten wir auch auf eine Bootsfahrt. Schnell steht fest: da müssen wir noch einmal wiederkommen. |
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So stürzen wir uns ins Getümmel und gehen shoppen. Einmal Baumarkt und dann in die vielen kleinen Geschäfte und Läden, die die bunten Klamotten und Mitbringsel anbieten.
Von Birgit und Gert haben wir den Tipp für einen Laden bekommen, der die typischen guatemaltekischen Stoffe als Meterware verkauft. Super, wo wir unsere Sofas neu beziehen lassen wollen. Schnell einigen wir uns auf einen schlichten grauen Stoff. mit buntem Streifen (siehe Foto).
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Weitere Eindrücke vom Ort Panajachel am Atitlan - See:
Nebel und kalt??? |
Von unseren spanischen Nachbarn hören wir, dass der Grenzübergang nach Mexiko auch unentspannt sein kann. Auch bei iOverlander lesen wir, dass man an vielen Grenzübergängen gar keine TIPs mehr für die Autos bekommt. Da die Wettervorhersage eher schlecht ist und wir sowieso noch einmal zurück kommen wollen, fahren wir kurzentschlossen weiter.
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Was wir nicht wissen: Steil - wie wohl überall in Guatemala - geht es aus der Caldera wieder raus.
Wider Erwarten sind wir schnell auf über 3.000 m Höhe und mitten im Nebel. Man sieht fast die Hand nicht mehr vor Augen, Schrittgeschwindigkeit ist angesagt. |
der Quetzal ist der Nationalvogel Guatemalas... |
Unser nächstes Ziel ist ein Flop. Wie gerne würden wir noch einmal einen Quetzal, den Göttervogel beobachten.
Der Quetzal ist der Nationalvogel Guatemalas. Im „Refugio de Quetzal“ nahe der Grenze zu Mexiko soll man sie gut sehen können… |
Was wir nicht wissen: nicht zu dieser Jahreszeit, wir sind zu spät. Noch ein Grund, wieder zu kommen….
Spazieren gehen wir durch den tollen Wald trotzdem, dann geht es weiter in Richtung Grenze. |
zur Grenze Hidalgo... |
Im letzten Ort kurz vor der Grenze befolgen wir einen Tip und tauschen das letzte Geld der Guatemalteken in Mexikanische Pesos, die brauchen wir angeblich zwingend direkt bei der Einreise und an der Grenze soll der Kurs schlecht sein.
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Den Tank lassen wir für 0,75 € pro Liter nochmal mit Diesel gegen Kreditkarte füllen, soll in Mexiko teurer sein. An der letzten Brücke haben wir Glück: Ortstaxe 5 Quetzales, blanker Zufall, dass wir noch genau einen 5 Quetzales Schein finden. An der Grenze selbst kann man allerdings mit Kreditkarte zahlen….
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