wieder ins Landesinnere... |
|
|
Egal, wen wir fragten, für Honduras hatten alle dieselbe Empfehlung: Copán Ruinas. Wenn uns von so vielen die südlichste Maya-Stätte so warm empfohlen wird, müssen wir da natürlich hin.
|
Wir verabschieden uns bei den Indigenen und fahren zurück und weiter durch einen atemberaubenden Wald.
|
Edle Mall... |
Wir müssen durch die große und lebendige Stadt San Pedro Sula, es ist Samstag und wider Erwarten ziemlich viel Verkehr.
|
Plötzlich Stau, nichts geht mehr, kurzerhand fahren wir zu einer grosszügigen, modernen Mall raus. Wir stromern durch die Geschäfte, kaufen hier und gucken da…
|
viel Verkehr... |
Nach einer Stunde ist der Stau fast weg, wir reihen uns wieder in die langsam rollende Schlange der Fahrzeuge ein.
Nach der Großstadt Aufatmen - Gott sei Dank gut durch, jetzt kann es nur noch besser werden. |
Von wegen. Das hohe Verkehrsaufkommen bleibt und der Dicke wird wie immer - egal wo und warum - einfach gerne überholt.
Rechts und links versteht sich. |
Chaos auf der Straße... |
Langsam geht es voran bis - ja, bis wieder gar nichts mehr geht. Viele Fahrzeuge fahren an einer Tankstelle raus, um sich vorne wieder reinzudrängen.
Es herrscht Chaos und wir stehen mittendrin. Zum Teil überholen die Einheimischen wirklich todesmutig, obwohl vor ihnen die Schlange steht, ziehen sie links raus und fahren einfach so lange an der Schlange vorbei, bis gar nichts mehr geht und dann drängeln Sie sich wieder rein. |
Das ärgert schon. Schon lange ist klar, dass wir heute nicht mehr in Copán Ruinas ankommen werden. Hier irgendwo am Straßenrand übernachten ist keine Option.
Vier Kilometer vor uns soll man an einem Hotel/Restaurant kostenlos stehen können, verrät uns iOverlander. |
Stillstand bei Quimistán... |
Ende in Sicht... |
Vier Kilometer können sehr weit sein. Es wird dunkel und wir stehen weiter. Kein Ende in Sicht. Wir sind beide genervt. Keine Lust mehr, gar keine.
Endlich ist das Restaurant auf der linken Seite in Sicht. Wir biegen ab und dürfen tatsächlich dort stehen bleiben. Lust, etwas zu essen haben wir keine mehr. |
Nach einem Bier im Restaurant verkriechen wir uns in den Dicken…
Am Morgen stellt Thomas fest, dass wir nicht nur vor einem Hotel/Restaurant geschlafen haben, sondern auch mitten in einem privaten Zoo. Stolz zeigt ihm die Eigentümerin ihre Tiere… |
wieder scharlachrote Aras... |
Jetzt sehen wir auch die Ursache des Staus - eine Baustelle legt den Verkehr lahm. Morgens ist unsere Stimmung und Geduld wieder erholt, wir reihen uns ein und sind dann auch recht schnell durch.
Am nächsten Morgen erkunden wir die Ruinas. Schon am Eingang begrüßen uns scharlachrote Aras. |
Hier werden die Prachtpapageien angefüttert, ihnen werden auch Nistkästen angeboten. So kann man sie aus ziemlicher Nähe beobachten.
Wir lernen: schon für die Mayas waren die Aras vor über 1000 Jahren sehr wichtig. |
bei den Mayas... |
Bei sengender und stehender Hitze kämpfen wir uns nun von einer herrlich aus dem Stein geschnitzten Stele zur nächsten. Unser Buch sagt zu jeder, wann und von wem sie in Auftrag gegeben wurde.
Die Stadt dominierte in der Zeit von 250 n. bis 900 n. Chr. die Region kulturell, war aber bereits seit 1.200 v. Chr. bewohnt. Die Skulpturen und Hieroglyphen sollen außergewöhnlich sein. Verschiedenen Königsfamilien herrschten hier, am Besten gefallen uns die Namen von König Rauch-Imix (Rauch Jaguar) und seinem Nachfolger König 18 Kaninchen. |
Wir bewundern die vielen Stelen, den Ballspielplatz, besteigen die imposante Freitreppe der Akropolis und steigen hinab in die noch begehbaren Tunnel. Die Tunnel erschließen ältere Paläste und Bauten.
Bei den Maya war es nämlich üblich, in jeder Generation eine neue Ebene zu schaffen, das war auch die Achtung vor dem Lebenswerk der Verstorbenen. An mehreren Wänden sind große Aramasken herausgearbeitet. Heute gibt es nur ganz wenig Besucher. Das liegt nicht an den stolzen Preisen, die anderen Gäste sind aus dem Land und kommen deutlich billiger rein. |
... auf dem 1-Lempira Schein... |
Von einem Führer hören wir, dass ein Foto der Anlage - übrigens Weltkulturerbe - auf dem 1-Lempira Schein abgebildet ist.
|
Natürlich nehmen wir einen auch mit nach Deutschland - ihr könnt ihn also auch selbst in die Hand nehmen...
|
Ein Ort der Entspannung... |
Spannend, bei diesen Temperaturen aber auch einfach nur anstrengend. Nach ein paar Stunden sind wir in jeder Hinsicht durch. Natürlich verstehen wir jetzt, warum die Honduraner so stolz auf diesen geschichtlichen Ort sind. Für uns ist erfreulich, dass wir auf dem Weg nach draußen noch einmal ziemlich nah an die roten Aras herankommen.
|
Nun einfach irgendwo schön sitzen und etwas Leckeres trinken. Wir landen im „Lugar del Te y Chocolate.
Die bieten zwar keinen Kaffee, aber frische, kühle Smoothies und man kann herrlich draußen sitzen und sich ein bisschen erholen... |
in einer schwäbischen Brauerei... |
Abends gehen wir in die deutsche Brauerei. Bei Thomas und seiner Familie essen wir Gulasch und Käsespätzle zu einem erfrischenden, selbst gebrauten Hefeweizen.
|
Der Wirt erzählt, dass es normalerweise um diese Jahreszeit 4 oder 5 Grad kühler ist und dass die Menschen hier unter den hohen Temperaturen leiden.
|
nach GRACIAS... |
Bevor wir Honduras wieder verlassen, steuern wir nun unser letztes Ziel an. Wieder in den Bergen, es geht zu einer kolonialen Stadt mit dem schönen Namen „Gracias“.
Es geht ziemlich steil bergauf und bergab, wir haben super Ausblicke auf die Berge, bis wir in Gracias ankommen. |
Wenige Kilometer von der Stadt entfernt liegt eine schöne Therme.
Hier entspannen wir am Abend mit vielen Menschen aus der Umgebung im warmen Wasser und schlafen auf deren Parkplatz. |
Cowboys in Honduras? |
Morgens erkunden wir den lebendigen Ort Gracias. Großen Spaß haben wir in einem Cowboy-Laden mit einer großen Auswahl an Stiefeln und Hüten.
|
Stiefel in Größe 43 gibt es nur noch zwei Paare, die Nachfrage ist dafür wohl zu gering. Tja, die Menschen leben hier nicht auf großem Fuß.
|
Stadtbummel in Gracias... |
Auch sonst gefällt uns der Ort. Wir kaufen etwas Obst und Gemüse und lassen uns mit einem Tuk-Tuk sogar aufs Fort hochfahren.
|
Um ehrlich zu sein - nur ein kleines bisschen... Das Tuk-Tuk hat einen Platten und muss in die Werkstatt, wir schnaufen den Berg hoch...
|
Tschüß Honduras! |
Dann heißt es nach 3,5 tollen und abwechslungsreichen Wochen Abschied nehmen von Honduras. Das Land macht uns den Abschied leicht.
|
Die Straße zur Grenze ist in einem miserablen Zustand. Ok, sie wird an vielen Stellen repariert und neu gemacht.
|



















































