ob wir ein 10 Jahres - TIP bekommen? |
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Spannung an der Grenze.... |
Mehr zufällig gerät er ins Gespräch mit der sehr gut englisch sprechenden Chefin des Aduana. Sie beantwortet viele Fragen und erklärt ihm dann die gesamte Prozedur. Thomas zeigt ihr durch das Fenster den Dicken und fragt, ob wir denn für ihn die 10 Jahre bekommen. Ja, 10 Jahre ist die Antwort- ohne Blick in die Papiere.
Aber erst einmal bekommen wir bei der Migration einen Fragebogen, den wir ausgefüllt zum nächsten Schalter bringen. Dort zahlen wir eine Gebühr von ca. US 45,— pro Person. Mit dem Zahlungsnachweis gibt es dann den Einreisestempel im Reisepass. Damit und mit dem Fahrzeugschein und der Einreisequittung muss Thomas nun auf große Wanderung. Im Gebäude auf der einen Seite raus, dann nach links und im großen Bogen zu einem Copy-Shop, der eigentlich auf der anderen Seite der Straße ist. Aber der direkte Weg ist strengstens verboten, warum auch immer. Mit den ganzen Kopien muss er nun wieder im großen Bogen im nächsten Block auf der anderen Seite des Gebäudes wieder rein. |
Mit den vielen Kopien werden nun für den Dicken ca. US 55,— fällig. Nach Bezahlung steigt die Spannung weiter. Der Fahrer des anderen Sprinter berichtet frustriert, dass sein Fahrzeug begutachtet worden war und zu schwer sei. Warum oder wieviel weiß er selbst nicht.
Thomas entdeckt nun eine aushängende Liste, nach der Autos über 3,5 Tonnen Gewicht hier nicht oder nur bedingt einreisen können. (Eine genaue Übersetzung finden wir leider nicht) Wir stehen und warten… - ob der Dicke nun auch begutachtet wird? Nach einer gefühlten Ewigkeit gibt uns die Sachbearbeiterin eine edel gemachte Urkunde: das TIP mit 10 Jahren! Einfach so. Riesige Wackersteine knallen auf den Boden. Geschafft! Nun schnell weg hier. Zwischenzeitlich ist es dunkel und ein Gewitter zieht auf. Kaum sitzen wir im Dicken fallen dicke Regentropfen…. Wir fühlen uns frei und suchen nun den richtigen Weg ins Freie. Tja. War wohl nichts. Zuerst müssen wir noch zu einer Kontrolle. |
wir entscheiden uns für den südlichsten Grenzübergang, Hidalgo... |
das muss doch nicht sein... |
Ca. 10 Grenzer:innen scheinen hier im strömenden Regen unter Dach nur auf uns zu warten. Alle winken uns unters Dach - und prompt haben wir beide das große Schild übersehen, das vom Dach hängt. Es tut einen heftig lauten und beeindruckenden Schlag. Sch…! Das Schild hat sich im Astabweiser verfangen.
Erinnerungen werden wach: Das hatten wir vor vielen Jahren beim Grenzübergang von Russland nach Estland schon einmal. Da half nur, aufs Dach zu steigen und dort oben das Schild möglichst schadenfrei wie bei einem Puzzle wieder frei zu basteln. Also Chris auf den Fahrersitz, Thomas krabbelt über das Heki aufs Dach. Leider bekommt er das Schild mit den Händen nicht frei. Unten darf sich Chris von vielen Grenzern die unterschiedlichsten Tipps anhören, wie sie nun am Besten zu fahren hat. Irgendwann sind wir die Attraktion des Abends. Unzählige Leute stehen um den Dicken, geben Tipps und bewundern den Dicken natürlich auch. |
Dann kommt ein Grenzer mit einem Besen, mit dem Thomas den Dicken immer noch nicht frei bekommt. Erst der Einsatz vom Beil und einem Stück Holz bringt den gewünschten Erfolg. Keine Schäden am Schild oder dem Dicken. Glück gehabt. Fotos gibt es von dieser Aktion natürlich keine.
Plötzlich stellt sich auch heraus, dass es eine weitere Ausfahrt für die großen Fahrzeuge gibt. Nur noch ganz kurz guckt ein Grenzer in den Dicken, dann öffnet sich endlich das Tor in die mexikanische Freiheit. Der Regen hat zwar nachgelassen, die Straßen sind trotzdem heftig überflutet. Wir überlegen kurz, einige Kilometer zum nächsten Standplatz zu fahren, aber bei dem Zustand der Straßen bei Nacht? An der nächsten Tankstelle quetschen wir nun zwischen die ganz großen LKW. Und warten wir darauf, dass jemand kommt, der entweder Geld für den Stellplatz will oder uns erklärt, dass wir auf gar keinen Fall hier über Nacht stehen können. Es kommt niemand. |
die ersten Nächte in Mexiko... |
Also bereiten wir uns auf eine laute Nacht vor. LKW Fahrer starten immer mitten in der Nacht, lassen aber vorher ihre Fahrzeuge 20 - 30 Minuten warm laufen. Da können schnell viele schlaflose Stunden draus werden, wir haben einige Erfahrungen.
Aber: die Nacht wird verhältnismäßig ruhig. Und am nächsten Morgen scheint die Sonne wieder. Nach einem Besuch im Supermarkt (hier gibt es nach dem Einkauf günstig neue SIM Karten) und beim Geldautomat können wir endlich starten. |
So schnell wie möglich wollen wir jetzt in die Nähe von Oaxaca. Hier soll der Dicke auf uns warten und es gibt noch viel vorzubereiten. Außerdem brütet Chris eine Krankheit aus. Sie braucht dringend Ruhe.
Außerdem gibt es dort auch viel zu sehen. Deshalb entscheiden wir uns für die Autobahn. Eine gute Entscheidung, wie sich schnell herausstellt. Anfangs fahren wir an riesigen Mangoplantagen vorbei, viele, viele Kilometer lang. Der Dicke zeigt Außentemperaturen von über 40 Grad. Selten waren wir so glücklich über unsere Klimaanlage. |
noch mal an den Pazifik... |
Die Autobahn verläuft parallel zum Pazifik. was liegt näher, als die vorerst letzte Nacht am Meer zu verbringen.
Wir hoffen auf etwas kühleren Wind. Der Ort Puerto Arista bei Tonalá scheint zwar fast ausgestorben, aber das hat ja auch Vorteile. |
Wir parken an einem traumhaften Sandstrand, das Wasser hat Badewannentemperatur mit gefährlicher Strömung....
Nachts wird es jedoch nicht kühler, so schmoren wir quasi in unserem eigenen Saft. |
die Landschaft ändert sich... |
Am Morgen wollen wir nur noch in die Höhe, in der Hoffnung, dass es dort kühler ist. Es wird ein langer Fahrtag.
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Irgendwann gibt es keine Mangobäume mehr, schlagartig sieht es so aus, wie man sich Mexiko vorstellt. Alles trocken, viele Kakteen…
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diese Region ist bekannt für den Mezcal Schnaps... |
Als es dann endlich in die Höhe geht, ändert sich die Landschaft noch einmal. Auf ca. 1.000 m Höhe werden Agaven angebaut. Aus den Agaven, die man von der Aloe Vera kennt, wird Mezcal gebrannt.
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Der bekannteste Mezcal ist der Tequila, der ausschließlich aus der blauen Agave in Tequila gebrannt wird.
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endlich etwas kühler.... |
An einer kleinen Kapelle auf ca. 1.280 m sehen wir die ersten LKW beladen mit den geernteten Agaven.
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Für uns ist es hier oben so angenehm, dass wir gleich zwei Nächte bleiben.
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Hierve de Agua... |
Andrea hat uns aus der Ferne den Besuch der „HIerve el Agua“ empfohlen, da wollen wir als nächstes hin. Kurze Zeit später melden sich Birgit und Gert, die schon dort sind. Die beiden empfehlen uns, entgegen den Warnungen auf iOverlander, den direkten Weg über den Berg zu fahren. Tolle Aussichten von oben.
Das lassen wir uns alles natürlich nicht zweimal sagen. Die kürzere und natürlich steile Strecke über den Berg hält wirklich, was Birgit und Gert versprochen haben. So parken wir auf dem zur Anlage gehörenden Parkplatz, irgendwo zwischen dem Landy von Gert und Birgit und einem weiteren deutschen Overlander. |
Wir lernen Sabine und Markus kennen, die ihr Auto nach Kanada verschifft haben und nun an der Westküste bis Zentralamerika gefahren sind.
Wir sind in wirklich guter Gesellschaft und so bleiben wir - wie so oft - gleich drei Nächte. Thomas verbringt die Abende in netter Gesellschaft, während Chris versucht, wieder gesund zu werden. Hieve el Agua (kochende Wasser) ist ein System versteinerter Wasserfälle, die aus Kalziumkarbonat bestehen. (Lt. Wikipedia) Die Quellen zeigen aussprudelnde Kohlensäure im Wasser, dadurch fällt Kalk aus, besonders beeindrucken uns die Wasserspiegelungen bei Sonnenaufgang. |
Spaziergang... |
Kurz bevor wir weiter fahren, machen wir zwei noch einen kleinen Spaziergang zu einem Marmorsteinbruch, den wir nicht finden….
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Fotos davon:
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Mezcal... |
Auf dem Land wird hier gefühlt an jeder Ecke Mezcal gebrannt. Wir dürfen uns den Prozess vom Pressen der Agaven bis zum fertig Gebrannten im Detail angucken.
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Probieren wollen wir nicht. Alkohol gibt es für uns erst, wenn der Dicke an diesem Tag nicht mehr bewegt werden muss.
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Angekommen... |
Noch einmal einkaufen, dann treffen wir uns mit allen wieder auf dem Campingplatz „Oaxaca View“ von Sabine und Stefan. Der Dicke soll hier auf die Lagerzeit vorbereitet werden..
Nun treffen wir Birgit, Gert, Sabine und Markus wieder. Und wir lernen Birgit und Bernhard kennen. Jedes Paar ist ganz anders, jedes nett und zu acht erleben wir schöne gemeinsame Abende. Manchmal bläst der Urbayer Bernhard die Tuba oder eine in Colorado erworbene Flöte der Indigenen. Tolle Töne, sehr schöner Klang. |
Klimatisch ist es traumhaft hier. Tagsüber zwar warm bis heiß aber trocken, nachts kühlt es angenehm ab. Tolle Sonnenuntergänge färben den Westhimmel puterrot, danach leuchtet Oaxaca.
Stefan repariert unseren leicht undichten Heizungsboiler, geplant wird eine erhebliche Aufrüstung unserer elektrischen Ausstattung, Solarpanels, LiFePo4- Batterien, da träumten wir schon eine ganze Weile davon. Und wir? Wir putzen, reparieren, räumen, sortieren, entsorgen, waschen, strukturieren um |
Oaxaca: |
Nach viel Arbeit darf der Dicke bei Del und Kate zu anderen Autos unter ein großes Dach. Wir fahren mit dem Bus nach Oaxaca, wo wir die letzte Nacht in einem Hostel schlafen.
Jetzt können wir uns mal Oaxaca ansehen. Thomas nutzt die Zeit für einen Zahnarztbesuch. |
Gut, dass wir wieder kommen und dann noch einmal den Markt und diese wunderschöne Stadt mit ihren beeindruckenden Kirchen besuchen können.
Denn am nächsten Morgen gehts zum Flughafen und nach einem Zwischenstop in Cancun weiter nach Frankfurt. |





























































